Zwischen Cardassia und Bajor

Der Althund ist Cardassianer, kein Zweifel. Es ist schade, das sagen zu müssen, aber autokratische Allmachtsphantasien und ein Hang zur Eroberung fremder Territorien sind dem Althund nicht unbekannt. Mutti Kira kann zwar zum Freedom Fighter mutieren, wenn es ernst wird, ist aber ansonsten eher eine besinnliche Natur.

Captain B. Sisko war heute mal wieder zwischen allen Fronten eingekesselt, als die Kahnawakes den Rülpen auf seiner neuen Raumstation (DS Schrebergarten) besuchen kamen. Meisterlich diplomatisch hielt er die Zicken voneinander fern, schlawierte sich durch den Leckerchenvorrat und beseitigte seufzend das große und kleine Chaos, das Stationskadett Nog Rülpe anrichtete. Aber die Verantwortung wog schwer auf seinen Schultern. Der arme Sisko hatte es heute wahrlich nicht leicht: Niemand hatte Jambalaya eine Wurst für ihn!

Gut gerülpt

Der Rülpe ist 262 Tage alt und an diesem Sommertag war er sehr geschäftig.

Mitten in der Nacht, 8.30 – Althund und Frauchen gehen zum Mantrailing. Schweinerei das. Klogang klagvoll und langweilig.

9.00 Herrchen die erste Beute abgeluchst 

10.00 Auf Thorsten rumgekaut, der zum Frühstück zu Herrchen kommt 1

11.00 Frauchen extra Reisreste von gestern Abend abgeschwätzt, weil ich „halt so geguckt hab“

12.00 Kurz alleine bleiben kann nicht genutzt werden, um die nächste Klorolle zu zernagen. Verdammt!

14.00 Ich habe ein eigenes Königreich!!!

bis 16.15 In meinem neuen Königreich, dem Rudelschrebergarten,™ mit dem Althund getobt. Dabei direkt Beute gemacht, eine alte Schuhsohle.2 Leider hat Frauchen die freie Zeit genutzt, um den Garten ausbruchssicher zu machen. Curses!

16.30 Den Heimweg vom Königreich!!! zum Schlafkörbchen erkundet. Leider Hochwasser. Yay, Hochwasser! Der Rückweg war versperrt, Abenteuueääär! Oah, voll spaßig, so nass!

18.30 Uff, Zuhause. Genug gerülpt. *schnarch*

 

 

Huskypower!

Mit Rülpen im Haus hat man wenig zu lachen. Naja, zugegeben, man hat eigentlich sehr viel zu lachen, aber oft bleibt’s einem im Halse stecken. So ein Leben ohne Ersatzklorolle im oberen Stockwerk bleibt in der Summe freudlos, egal, wie lustig der Rülpe versucht, seine Klorollenbeute im Körbchen zu atomisieren. Auch der unbeteiligte „ey, Alte, was regst du dich denn so auf“-Blick ist nur lustig, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass der Rülpe kurz vorher mal wieder versucht hat, strategisch wichtige Punkte im Haus zu markieren.

Zur Wiederherstellung des kosmischen Gleichgewichts, war das Frauchen also heute mit dem Rülpen beim Sport. Sport ist gut gegen alle Wehwehchen, insbesondere zu wenig Endorphine bei Regenwetter. Das Video ist mit 1/4 Kraft voraus gedreht, in vollem Rülpenlauf verwackelt leider das Bild zu sehr…

MUHAHAHAHAHA!!!!!111 HARHARHARHAHAHAHAHA!! JUPPIEEEE!!! 1

Die Elektriker taugen nichts.

Jetzt hat das Frauchen lange überlegt, ob sie die schmutzige Wäsche in der Internetöffentlichkeit waschen soll, aber der BubblesBabyBlog ist das Zentralorgan für die Aufklärung naiver, zukünftiger Welpenhalter in der Kahnawakewelt. In diesem Sinne, es wird unappetitlich.

Wie nun seit Wochen ausgebreitet, befindet sich der Rülpe im Gehirnumbau. Ebenfalls seit Wochen versucht das Frauchen herauszufinden, warum niemand auf dieser Welt ein Bauprojekt mit einigermaßen berechenbaren Kosten abschließen kann. Sie hat darauf keine befriedigende Antwort gefunden, und der Gehirnumbau im Rülpen hat jetzt nur noch neue Fragen aufgeworfen. Was an der einen Seite an Kosten eingespart wird, wird promt am anderen Ende raus geblasen. Es macht alles keinen Sinn und irgendwie kann keiner Mathe. Illegale Beschäftigung am Bau ist ja ein großes Thema – sogar eines, das sich bis in die Gehirnwindungen von ehemals niedlichen Welpen fortpflanzt. Der Polier im Welpenhirn hat jedenfalls an der falschen Ecke gespart und einen Elektrikertrupp aus Zentralabsurdistan angeheuert. Gerade geht es um neue Schaltkreise im Cerebellum, Koordination, Bewegungsplanung und so Sachen. Aber die Pfuscher waren beschwipst, denn die Leitung zum Hypothalamus wurde gekappt und eine Zeitschaltuhr im Frontalkortex haben sie obendrein – und völlig ohne Auftrag! – eingebaut.

Welche Effekte hat die Schweinerei nun? Der Rülpe tapste heute in den Flur, schnüffelte am Schirmständer und hob verschlafen das Bein. Und zum Glück setzte die aktuelle Fehlfunktion nicht ein, denn neuerdings kommt aus einer völlig anderen Öffnung beim Beinheben Feststoffe raus.1 Das plant der Rülpe ganz offensichtlich nicht, denn er schaut entsetzt drein und hält das Bein verwirrt in der Luft, während ihm ein Haufen runter plumpst. Derweil scannt der Althund pikiert die Landschaft nach dem nächsten Busch, hinter dem sie sich verstecken kann. Da meint man, man habe den Boden des Lochs der Entwürdigung erreicht und es geht immer noch tiefer. Die Zeitschaltuhr im Frontalkortex schaltet dafür – wenn sie mal zufällig an ist – die komplette Festbeleuchtung und das Leuchtturmfeuer an: Der Rülpe widerspricht nicht mal, wenn er eine Beutemaus ausspucken soll, fragt nicht noch zehn Mal nach, ob der Althund jetzt wirklich nicht erpeln möchte und geht mit lockerer Leine an Eichhörnchen vorbei. So kann das nicht weitergehen, es müssen vernünftige Handwerker her. Koste es, was es wolle!

 

Fotolovestory

Als das Frauchen in die Küche kam, guckte der Althund ertappt. Der Rülpe hatte es sich hinter ihr auf dem Boden bequem gemacht und bezirzte sie mit seiner neuen Taktik, dem aktuellen Lieblingsspiel. Es wird im Angedenken an einen großen Meister des deutschen Humors, Ralf König, „Alle passiv“ genannt. Die Hunde liegen dabei meistens auf der Seite oder auf dem Rücken, beknabbern sich für ihre Verhältnisse „zärtlich“ und wälzen sich auch manchmal aufeinander. Manchmal reißen sie die Mäuler auf wie halbverhungerte Vögelchen und murren lauthals. Endlich gelang es dem Frauchen, das Treiben mit dem alten Mobiltelefon zu dokumentieren. Worum es dabei genau geht, ist ihr aber völlig schleierhaft. Darum gibt es für die folgende Diashow keine Husky-Mensch-Übersetzung, sondern Zitate aus original Bravo Fotolovestories. Das Frauchen vermutet nämlich, dass die Hunde im „Alle passiv“ irgendein Teenie-Drama nachspielen.

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Rundum glücklich!

Der Rülpe hatte einen ereignisreichen Vormittag! Zur Verabredung mit Mutti und den Kahnawakes in Mannschaftsstärke wurde das neue Canicrossgeschirr erstmals im Laufen getestet. Schon nach 20m hinter dem Haus drehte er sich freudestrahlend um und sprang dem Frauchen vor Glück in die Arme. Ja, Rülpe, du darfst jetzt ziehen was die Beine hergeben!

Ganz entgegen Frauchens Erwartungen zog der Rülpe sie dann auch schnurstracks ohne Ablenkungen hoch zum Treffpunkt im Wald. Das Team war so schnell, dass zwischendrin sogar Klopausen für den Rülpen inklusive ersten Scharrversuchen gemacht werden konnten. Was war er glücklich im Geschirr! Und was war das Frauchen glücklich: Mit dem vierten Hund hat sie endlich einen erwischt, der sie den Berg hochzieht!

Nachdem Mutti und den Menschen gezeigt wurde, wie stramm er ziehen kann und alle zusammen den Berg hochgespurtet waren, tobte sich der Rülpe nach Herzenslust mit seinem Onkel Sisko aus. Der war ganz in seinem Element und kümmerte sich aufmerksam um seinen kleinen Lehrling: Wirklich jedes Gebüsch wurde kontrolliert – keine Feinde im Wald. Das Rudel war sicher. So sicher, dass Mutti mit ihrem Sohn einige Schlammbäder genießen konnte. Mhhh, herrlich brackig! Mit Schlieren drauf! Wie praktisch, dass sie dieses seltene Hobby weitervererben konnte, wo sich doch der Sisko immer so ziert.

Trotz zwei Stunden Kahnawakeaction hatte der Rülpe noch genug Motivation gefunden, das Frauchen den Weg wieder heimzuziehen. Wie souverän er auf Kommando Fußgängern auswich und an Hervorgewürgtem vorbei flog! Dem Frauchen platzte vor Stolz fast der Bauchgurt. Dem Rülpen übrigens auch, jetzt liegt er stinkig, aber plumperlzufrieden in der Küche, wo er mit dem restlichen Tagesprogramm begonnen hat: Schlafen.

Szenen eines Rudels

Das Frauchen sitzt am Schreibtisch und versucht, sich zu konzentrieren.

Althund: Frauchen, Frauchen. Frauchen! Ey, Frauchen! Frauchen! (sehr herzzerreißend mit hängenden Ohren fiepend) Fraauchen….

Frauchen: Althund, was ist denn? Willst du spielen? (spielt den Althund an) Nein, offensichtlich nicht. Tut dir was weh? (untersucht den Althund) Was hast du denn, das klingt ja schrecklich!

Althund: Frauchen, Frauchen! (hopst auf und ab) Frauchen, komm! (geht zur Tür)

Im unteren Flur hört das Frauchen dann endlich den Rülpen klagen.

Rülpe, mit pubertärer Verachtung: LAAAAANGWEEEEEILIIIIG. Boa, öööde. Gnaaargh. Booooaa. Ooooaah, Aaaalter. Schnaaarch.

Das Frauchen fragt das Herrchen, was denn das Problem des Rülpen sei. Dieser weiß gar nicht, worum es geht. Aber oha, es hat sich was geregt für den Rülpen, das Klagen hört auf.

Althund: Frauchen! Frauchen! So tu doch was.

Frauchen: Althund, ich bin hier nicht der Chefentertainer, du kannst auch mal ne Schicht übernehmen.

Der Althund verkrümelt sich daraufhin ins Schlafzimmer. Keine zwei Minuten später stürzen zwei wild gewordene Huskies ins Arbeitszimmer, der Rülpe im vollen Rülpenmodus, der Althund wetzt mit Fluchtreflex unter den Schreibtisch.

Althund: Frauchen! Frauchen, Frauchen! Tu doch was, der nervt!

Frontnachrichten

Nichts Neues an der Rülpenfront. Heute wurden die Parteien mit neuen Uniformen versehen, allerdings verweigern einige der Beteiligten noch die Anpassung der neuen Ausrüstung, da sie dem Frauchen Kollaboration mit dem Feind vorwerfen. Die Kampfhandlungen zwischen den Parteien wurden zuletzt für einige Tage unterbrochen, weil der Rülpe „Pfote“ für sich beanspruchte. 1 Nach dem Auslaufen der Kampfpause können die Auseinandersetzungen weitergeführt werden.

Zuletzt musste der Rülpe eine harte Niederlage auf dem Feld des Ius primae noctis und damit zusammenhängenden Gebietsgewinnen hinnehmen. Es gelang den rülperischen Truppen nicht, die Althundbrigarden zu unterwerfen, so dass ein strategischer Rückzug eingeleitet werden musste. 2 Aktuell wurden die Althundbrigarden in einem Tal mit hoher Feuerkraft gestellt, denn die körperliche und technische Überlegenheit der Junghundtruppen ist nicht von der Hand zu weisen.

Angesichts solcher Spionageaufnahmen hinter den Althundlinien muss jedoch von einem infamen Komplott von Althundseite ausgegangen werden.

Dabei bleibt die Natur der Sabotageversuche unklar, biologische oder psychomanipulative Kriegsführung ist im Gespräch. Unser Frontreporter berichtet von ungewöhnlichen Szenen am gestrigen Tag: Der Chefrülpe sei mehrere Minuten vor dem offenen Kühlschrank gesichtet worden, ohne, dass der Bratenaufschnitt gezockt worden wäre. Anhänger des Rülpen versammelten sich daraufhin unter seinem Balkon und beteten ergriffen für seine rasche Genesung.

Kleiner Feigling

Der Rülpe wächst wie Unkraut und wächst aus all seinen Anziehsachen raus. Jetzt trägt er schon die Uraltmode vom Brömpfi auf – Rocky, der immer adrette Nachbarshund, zieht seit Wochen süffisant die Augenbraue hoch, wenn der Rülpe unter seinem Fenster entlangläuft. Mit Herrchen Joggen gehen gefällt ihm wohl gut, nur muss man dafür auch etwas um die Schultern haben. Einem Bulldozer-in-Training bringen die Menschen wohl kaum das Ziehen am Halsband bei. Aber lässt er sich vermessen, um ein schönes neues Geschirr zu bekommen? Nein, natürlich nicht. Unter Herrchens Schreibtisch versteckt er sich, denn vermessen werden ist ganz klar ein schwerer Verstoß gegen die Hunderechtskonvention. Wär das Frauchen mal besser zu Iris gefahren, um die Drecksarbeit auszulagern. Mit Mutti in der Hinterhand benimmt sich nämlich auch ein Rülpe vorbildlich. Mal sehen, was der Zuggeschirrmagier mit dem Zahlensalat macht, den das Frauchen geschickt hat. Wenn’s zu groß ausfällt, kann Abhilfe geschaffen werden: Der Rülpe wird schon was zu fressen finden. Zur Not gibt’s Mundraub an der Eisdiele.

Will to go

Der Rülpe zeigt jetzt bereits, dass er mit einer Aufgabe zufriedener ist als ohne. Trotz seiner 8 Monate (die A-chens sind seit 242 Tagen auf der Welt) läuft er aufgrund der sommerlichen Temperaturen noch nicht mit dem Frauchen. Nun hat er aber in den Ferien gelernt, dass Kopfarbeit angesagt ist, wenn sich das Rudel in Vollbesetzung zu einer bestimmten Stelle im Wald aufmacht. So ein Rülpe ist ja nicht sehr wählerisch und nimmt, was er kriegen kann. Daher stimmt er neuerdings ein freudiges Gekläff an, wenn es die Straße zum Wald hochgeht. Einen Husky muss man selbstverständlich nicht lange zum Heulen überreden, weshalb der Althund rasch mit einstimmt. Lauft um Euer Leben, Ihr Eichhörnchen! Wir sind da, wir sind da!