Danke an Iris und Helmut!

Heute war das Frauchen für eine kurze Weile mit 9 Huskies im Kahnawake Garten alleine, während Iris kurz unterwegs war. Der Huskysitter zittert nach Stunden noch vor Schock, weil ein Sack Flöhe – ach was, ein ganzer Flohzirkus! – eine deutlich leichtere Aufgabe wären. Es liefen mehrere Filme gleichzeitig ab und ein Mensch hat nicht genug Augen und Arme für alle Effekte: Opra und Bubbles waren in ihrer Teenie-Komödie gefangen, mit Sisko als dem Stereotyp vom schlecht gelaunten Vater, der seine Töchter mit der Schrotflinte an der Tür verteidigt. Er war äußerst überzeugend. Mutti Kira gab eine Vorstellung von Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs vor dem Welpenzimmer, wo die Welpen wieder Gremlins – Kleine Monster, Teil 13, improvisierten. Ein gewisser Welpe – wir nennen keine Namen – hatte es sich zudem in den Kopf gesetzt, Shawshank Redemption1 zu überbieten. Der gewisse Welpe büchste 13 Mal (!) aus dem Welpenknast aus.

Also, liebe Iris, lieber Helmut: Danke, dass Ihr das auf Euch nehmt für unsere tollen Hunde! Keiner von uns würde mit Euch tauschen wollen, zumindest nicht nach einem live Geschmack Eures Alltags 😉

Miezenschlepper

Gerade eben kurvt der Rülpe im flitzeroten Cabrio seines Herrchens durch die Stadt und macht den Damen schöne Augen.1 Wie gut, dass die Opra ihn so nicht sieht, das würde sie noch überschwänglicher machen. Wie gut, dass der Sisko ihn so nicht sieht, die Abreibung hätte sich gewaschen!

Neo-Trotzkisten

Eigentlich sind die Huskies recht orthodoxe Proletarier. Wenn nicht gerade ein vergammeltes Karnickel zu Abtrünnigkeit und Spaltung führt, marschieren sie im Gleichschritt der permanenten Revolution entgegen.1 Das ist wörtlich zu verstehen, die Hunde gehen neuerdings im Gleichschritt. Ja, ja, da muss einem Angst und Bange werden. Ihr neue Position der Stärke nutzen sie, um umfassende Reformen im Rudelalltag durchzudrücken. Es folgt ein Auszug aus einem Umsturzversuch.

Die Huskies sind beim dritten Gassi am Tag, in den frühen Abendstunden wegen der Hitze. Sie hatten zudem knapp vier Stunden Spiel und Spaß auf ihrem privaten Abenteuerspielplatz. 

Althund, sich mitten im Lauf ins hohe Gras werfend: „Nieder mit der Bourgeoisie!“

Rülpe: „Was? Ist wieder Generalstreik? Warte, ich werf mich auf dich. Wir machen eine hündische Wand gegen die Wasserwerfer.“

Das Frauchen hat den Wasserwerfer leider im Garten2 und ahnt, wie es jetzt weiter geht. „Hunde, och nöö, nicht schon wieder. Kommt, wir gehen weiter. Zuhause wartet Fressi auf Euch!“

Althund: „Nichts da werden wir. Wir werden auf eine weitere Vertuschung der Klassengrenzen nicht mehr reinfallen! Ab jetzt weht hier ein anderer Wind, ein revolutionärer Wind. Wacht auf, Huskies dieser Erde!“

Frauchen zückt die Kartoffel-Ente-Milch-Drops: „Na kommt, jeder, der weiter geht, bekommt so einen leckeren Snack!“

Althund: „Schmier dir deine Bestechungsversuche sonst wo hin! Wir arbeiten nicht mehr für Brotkrumen.“

Rülpe, zur Seite schielend: „Tun wir nicht? Ich mag Brotkrumen. Und diese Drops mag ich besonders, die sind echt lecker… Aber gut, wenn es der Sache dient…“ Der Rülpe wirft sich ins Gras und rupft energisch Büschel aus. „Wir pfeifen auf deine Drops! Auf zum letzten Gefecht!“

Der Althund springt begeistert dem Rülpen zur Seite und randaliert umfassend. Grassoden werden ausgerupft, Löcher werden gebuddelt, immer wieder wird das Frauchen nonverbal daran erinnert, dass das eigentlich ein Sitzstreik ist. Unterbrochen werden die Aktionen nur von „Revolution! Revolution!“ Rufen und dem Ausspucken von versehentlich verschluckter Erde. Das Frauchen setzt sich entnervt zu den Hunden ins Gras.

Althund: „Wir haben sie! Wir haben sie!“

Rülpe: „Nieder mit der Bourgeoisie!“

Freudig fangen die Huskies ein lustiges Raufspiel an. Irgendwann hört der Rülpe das Rascheln einer Maus, was wieder einen Anlass zum Streit gibt. Wer hier welches Stück vom Kuchen bekommt, ist noch nicht endgültig ausdiskutiert. Bis das nicht geklärt ist, muss die Revolution warten. Das Frauchen sitzt derweil im Gras und beobachtet erstaunt, wie sich die Geschichte wiederholt.

 

Rülp Invictus

Eine wichtige Meldung aus dem Rülpenland: Nachdem das Bett methodisch erobert wurde, geht es jetzt an Herrchens Ohrensessel. Da schläft der Rülpe neuerdings und gerade eben hat er mithilfe seiner überragenden Überzeugungskompetenzen den ersten Schritt in Richtung „Gewohnheitsrecht“ gemacht. Das Herrchen wollte zwar gerne im Sessel den Morgenkaffee einnehmen, aber Rülpi ließ so schwermütig die Ohren hängen, dass Herrchen vor Mitleid zerfließend wieder abzog. Na wenn das kein Präzedenzfall ist!

Iris und Helmut sollten mit den B-chens gleich Isomatten mit ausgeben. Was man so hört, sind die Überzeugungskompetenzen im neuen Durchlauf überarbeitet und verbessert worden.

Frühlingsgrüße vom Rülpen

Während die kleinen B-chens immer possierlicher werden und wachsen, vertreibt sich der eine große Bruder den unerwarteten Frühsommer in seinem Schrebergarten. Es ist viel zu heiß für lange Touren oder mehr als ein paar Alibi-Runden im Zuggeschirr, da liegt er lieber im Schatten rum und wartet darauf, dass das Eichhörnchen endlich mal vom Baum fällt. Leider kommt der Fellwechsel erst jetzt richtig auf Touren, was ihn noch mehr umhaut. Aber das macht nichts, sein Althund unterhält ihn bestens. Welche Hündin braucht schon andere Artgenossen, wenn sie so einen fabelhaften Rülpen ihr eigen nennt?1

Frohe B-Ostern!

Der Rülpe und sein Althund wünschen allen Huskyfreunden und besonders den Neuankömmlingen in der großen Kahnawake Familie ein frohes Osterfest!

Pünktlich zum Fest haben wir zauberhaftes Regenwetter und feucht-kaltes Klima. Da werden die B-chen heute bestimmt keine Eier suchen gehen und herzallerliebst zwischen Iris‘ Narzissen kullern. Der daheim gebliebene große Bruder wird dagegen bestimmt mit großem Elan in Matschpfützen hüpfen und verschlafene Osterhasen auf dem Feld erschrecken. Immerhin hat er eine OP-Wunde einzusauen und hat jetzt zwei Tage geschlafen. Da hat man Kraft übrig!

Der Hl. Antonius hat’s gerichtet

Heute musste Bubbles leider kastriert werden. Da die Hoden nicht runter rutschen wollten und die Menschen zu feige waren, es angesichts des doch beträchtlichen Krebsrisikos drauf ankommen zu lassen, hat unser Doktor einen Schnitt gesetzt. Wider Erwarten lagen die Hoden doch gut zugänglich vorne, die OP verlief ganz flott und problemlos. Der Heilige Antonius, sein Namenspatron, hat ein gutes Wort für ihn eingelegt, ist er doch, wie die Iris letztens erklärte, der Schutzheilige der verlorenen Dinge. Die kurze Narkose konnte sogar genutzt werden, um nach Hüfte und Ellenbogen zu schauen. An allen Fronten gab es gute Nachrichten: Hüfte top, Ellenbogen top.1 Mit der Konstitution eines Pferdes gesegnet, vertilgte der ausgehungerte Rülpe kurze Zeit später die ersten Trostpfannkuchen.2 Und weil es jetzt den Freifahrtschein vom Doktor gab, kann in zehn Tagen nach Herzenslust Sport gemacht werden. Wie gut, dass dem Frauchen beim Aufräumen das alte x-back vom seligen Brömpfi in die Hände gefallen ist, das dem Rülpen wie ein Handschuh passt!3

Bis dahin müssen alle Kräfte aufgewendet werden, damit der Rülpe aufgepäppelt wird, seine Narbe in Ruhe lässt und nicht auf Raufideen mit dem Althund kommt. Noch ist sie sehr vorsichtig und beschnüffelt ihn nur besorgt, aber mehr als einen Tag musste sie noch nie ohne ein Spiel mit ihm aushalten. Ob sie das schafft?

Wenn der Onkel mit dem Rülpen…

Manchmal darf das Frauchen den Sisko zocken. Dann muss er auf der DS Schrebergarten den frechen Kadetten einnorden.1 Schon beim letzten Mal zeichnete sich ab, dass bald ein ernstes Wort gewechselt werden wird. Sisko ist zwar die Ruhe selbst, souverän, mit einer Engelsgeduld, aber der Rülpe ist in dem Alter, in dem er es wissen will. Wie schade, dass er auch in dem Alter ist, in dem man ihm etwas mehrmals verklickern muss…

Heute wurde der arme Onkel an jeder Ecke angeblökt. Da sollte er nicht markieren. Dort sollte er nicht stehen. Auf gar keinen Fall durfte er auf den Totholzhaufen, da befinden sich nämlich die allerwichtigsten Stöckchen im ganzen Garten. Geradezu goldene Stöckchen müssen das sein, so wie der Rülpe auf seinem Haufen hockt und sie bewacht. Smaug, der Rülpe! Sisko hat sich das Spiel lange angesehen, aber ab einem gewissen Grad Selbstbewusstsein hat man auch Grenzen. Also nahm Sisko eins der Stöckchen. Ganz bewusst und demonstrativ. Rülpi durchlief alle Phasen des Aufplusterns, kräuselte die Nase und zog am Stöckchen. So leicht lässt sich ein Captain Sisko von Pubertisten nicht aus der Ruhe bringen! Er blieb seelenruhig stehen und hielt quasi mit links die Beute fest. 2 Am Ende zog er gemütlich mit dem Stöckchen ab, das natürlich sofort langweilig wurde, nachdem der Rülpe  besiegt war.

Insgeheim mag er das ja, den Oberlehrer geben. Er legt dem Rüdenamateur ganz ruhig das Kinn auf den Kopf und wartet, bis der’s eingesehen hat.  Jedes Mal, wenn er heute dem Rülpen erklärt hatte, wie albern er sich aufführte, kam er zum Frauchen und ließ sich den Rücken bürsten. Am Hals hinten links juckte es besonders. Frauchen war gerade wieder dabei zu bürsten, als der Rülpe – nach wiederholten Provokationen, der Stockverlust wurmte ihn nachhaltig  – vom anderen Ende des Gartens falsch geguckt haben muss. Wie von der Tarantel gestochen fetzte der Onkel los und machte kurzen Prozess.3 Wie sich der Rülpe plötzlich benehmen konnte! Kein Geblöke, kein Geplustere, Sisko konnte in Ruhe jeden Grashalm markieren. Was er auch mit sichtlichem Genuss tat. Geht doch, Rülpe!

Wie schade, dass der Rülpe in dem Alter ist, in dem man ihm etwas mehrmals verklickern muss…

Wie schön, dass Ihr geboren seid!

Liebe B-chens, willkommen in der Welt! Ihr seid ganz ausgezeichnet putzig geraten. Beates Söckchen haben es uns schon von weitem angetan. Beni und Boni sehen bereits wie richtige Lausbuben aus. Der Boni wird seinem Namen bestimmt bald alle Ehre machen.1 Wir werden Eure Streiche nach Leibeskräften anfeuern, Jungs! Und wenn erst Bernhard und Brendan dazu stoßen, wird kein Auge trocken bleiben.

Herzlichen Glückwunsch an die Mutti, Iris und Helmut, den in den Startlöchern stehenden Chef-Erzieher-Onkel und den neuen Familien der B-chens! Wir freuen uns riesig für Euch alle.

 

Wo soll das noch hinführen?

Der Countdown bis zur Ankunft der B-chens tickt unaufhörlich. Noch eine Woche! Um die Zeit totzuschlagen, bis wir alle in niedlichen Welpenbildern baden können, gibt es eine Wasserstandsmeldung vom Rülpen.

Das Rudel verfügt über ein schönes großes Bett, in dem nachts das Herrchen, das Frauchen und der Althund schlafen. Herrchen und Frauchen okkupieren einen kleinen Streifen am Bettrand, während der Althund diagonal im Bett liegt und alle Viere von sich streckt. Oder sich zutraulich um Herrchens Beine wickelt. Rülpi schläft vor dem Bett. Anfangs wollte er nicht hoch, später wollte der Althund nicht noch mehr Platz auf dem Bett abgeben müssen. Gespielt wird also auf dem Bett, geschlafen nicht.

Die Geschichte beginnt in der Nacht vom letzten Montag, als Herrchen und Frauchen mitten in der dritten Tiefschlafphase von 28kg Husky geweckt wurden, die aufgeregt an den Menschen rumschlabberten.1 Offensichtlich wollte er raus. Bis Herrchen sich schlaftrunken angezogen hatte, war Rülpi bereits wieder in seinem Körbchen  und schlummerte friedlich. Die Menschen waren zwar verwirrt von dem nächtlichen Anfall, aber viel zu müde, um sich weiter darüber Gedanken zu machen.

Dienstag Nacht merkte das Frauchen im Halbschlaf, wie ein Hund sehr robust an ihren Beinen gelehnt schlief.2 Das ist ungewöhnlich für den Althund, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und so beschwerte sich das Frauchen überhaupt nicht über die unverhoffte Althundliebe. Kurz darauf stapfte ein Hund sehr missmutig zu Frauchens Kopfkissen, juckelte sich Platz zurecht und ließ sich schnaubend auf sie fallen. Der Althund brauchte offensichtlich einen neuen Schlafplatz. Moment, was war das dann an den Beinen? Eine kurze Tastkontrolle ergab Rülpenfell. Aha, da hat er sich also auf das Bett geschlichen. Wie Frauchen sich gerade an die doppelte Kuscheligkeit gewöhnt hatte, stand der Althund auf. Zu wenig Platz!! Sie legte sich, miserabel gelaunt, direkt auf Frauchens Rücken, diagonal, und streckte alle Viere von sich. Endlich konnte sie schlafen.

So, das war nun alles sehr unterhaltsam, aber auch schlafraubend. Donnerstag Nacht – nein, die Geschichte ist immer noch nicht zu Ende – waren die Menschen schon ziemlich gefoltert und wollten nur noch ein paar Stunden ins Koma fallen. 3Uhr 30, der Rülpe schlabberte an Frauchens Gesicht rum und fiepte. Es war kaum vorstellbar, dass er nach fünf Gassis an dem Tag und einer ausführlichen Tour vor dem Zubettgehen noch mal raus musste, aber jetzt war alles wurscht. Das Frauchen trabte mit dem Rülpen mit, während der seinen Kontrollgang durchs Viertel machte. Rocky hatte ein paar seiner Markierungen überpieselt, das war wahrscheinlich der Stein des Anstoßes. Weil hier keiner etwas haben darf, das der andere nicht auch bekommt, wurstete kurze Zeit später das Herrchen mit dem Althund durchs Viertel. Zuhause angekommen, legte sich der Rülpe ganz selbstverständlich aufs Bett und schlief direkt wieder ein.

Freitag Abend schmollte der Althund bereits im Hundekörbchen, während der Rülpe wie ein Stein diagonal auf dem Bett lag und alle Viere von sich streckte. Gemeinsames Bein-unter-schieben von den Menschen und die bösen Blicke aus dem Körbchen veranlassten ihn aber doch, seinen Platz aufzugeben. Langsam wird klar, was die Vorarbeit der Woche zu bedeuten hat: Der Althundthron wackelt!