100%

Friederike machte auch in Mittelhessen eine kurze Stippvisite. Gottseidank sind wir glimpflich davon gekommen, auch wenn ein paar Bäume den Tag nicht überlebt haben. Die Huskies waren mit ihrem Frauchen gerade auf dem Weg in die Arbeit, als es allen dämmerte: Heute gab’s ja ne Sturmwarnung! Anfangs spielten die Hunde noch bei jeder heftigeren Böe – klar, mit Rückenwind springt es sich leichter auf den anderen drauf. Als dann später nicht weit vom Weg ein paar Bäume umkippten, verstanden sie, dass es jetzt ernst wird. Mit untyptischem Kadavergehorsam haben die Hunde das Frauchen zur Arbeit gezogen. Rechts und links wurden Dreckpfützen, kläffende Hunde und verlockende Stöckchen ignoriert. Hauptsache, schnell weg hier. Schön zu sehen, dass die zwei, wenn es drauf ankommt, kooperationsbereit sind. Die Staffel in Mittelhessen ist bereit, den Diphtherieimpfstoff entgegen zunehmen!

Zum Aufwärmen

Frauchen sucht eine Datei auf ihrem Rechner. Die hat sie zwar nicht gefunden, aber ganze Berge längst vergessener Welpenbilder vom Hoffotografen. Genau das Richtige, um sich das Herz wärmen zu lassen – wo doch bei dem Schietwetter sonst nichts warm werden will.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Vorsätze über Bord!

Während das Frauchen ihre Emails bearbeitete, naschte sie ein paar Apfelschnitze. Das Versprechen, innerhalb von „genau 24 Stunden“ quasi Bitcoinmillionär zu werden, faszinierte sie dermaßen, dass sie den apart neben dem Schreibtisch sitzenden Rülpen übersehen hat. Nach einiger Zeit machte er, merklich genervt, akustisch auf sich aufmerksam.

Quäk! Quääk!!

*stups mit der Nase an*

Der Rülpe juckelte mit seiner Sitzfläche unmerklich weiter zum Frauchen und klimperte mit seinen Wimpern. Wie hypnotisiert hielt sie ihm einen Apfelschnitz hin, den er flugs entgegen nahm. „Mist, verdammter! Jetzt hat er mich!“, dachte sie entsetzt. Da kann man noch so energisch beteuern, dass Betteln in diesem Haus nicht belohnt wird. Eine unaufmerksame Sekunde genügt für einen Könner wie den Rülpen, um die Spielregeln neu festzulegen. Na, und jetzt ist die weitere Reise klar: Spätestens ab Fasching wird zwei Mal täglich frisch für den Rülpen gekocht.

Muddern mit Huskies

Heute war das Rudel Muddern. Muddern ist eine Freizeitsportart, bei der Erwachsene, meistens Läufer, Geld bezahlen, um sich auf einem Parcours mit verschieden farbigem Schlamm einzusauen. Das Frauchen fährt zum Bad Wolf Dirt Run, den sie sehr empfehlen kann, weil man jedes Jahr ein schönes T-Shirt mit einem Husky Wolf drauf bekommt. Die Parcours sind oft sehr ausgefeilt und müssen gebaut und in Handarbeit schlammig gehalten werden, weshalb das Startgeld hoch ist. Dieses Geld kann momentan leicht eingespart werden! Zwar fehlen in Mittelhessen noch die hüfttiefen Gruben, durch die man bei organisierten Muddern waten muss, aber der Wetterbericht macht Hoffnung. Wie die Bilder vom heutigen Ausflug zeigen, sind wir was den verschieden farbigem Schlamm angeht, schon im Geschäft. Die Schuhe sehen aus, wie sie nach einem Mudder auszusehen haben und der Preis, den man im Anschluss zahlt, ist auch derselbe. Zwei sehr indigniert schauende Huskies mussten aus ihrer eingetrockneten Schlammkruste befreit werden. Frauchen mag diesen Teil auch am wenigsten an dem ganzen Spaß.

Russisches Roulette

Zum zweiten Mal in sechs Monaten herrscht Land unter. Im Tal sind die gewohnten Wege kaum passierbar, wenn man nicht dem Tross von Kanalratten ans andere Ufer folgen möchte.1 Oben im Wald ist der Boden durch mehr oder weniger kontinuierlichen Regen seit Oktober so aufgeweicht, dass alle paar Meter knöcheltiefer Matsch wartet. Die Buddelstunden der Wildschweine helfen unter diesen Bedingungen nicht.

Insofern ist Canicross erstmal gestrichen. Die Kombination aus Matsch, Pfützen und mehreren Lagen feuchter Blätter ist zu heimtückisch für ein nennenswertes Tempo mit kraftstrotzendem Rülpen am Bauchgurt. Frauchens Knie wimmern schon resigniert, wenn es wie heute nur zu einer langen Tour durch den Wald geht. Aber was nimmt man nicht alles auf sich, damit die Hunde ein bisschen Spaß haben. Der Rülpe suhlte sich auf der langen Wanderung nach Familientradition in diversen Pfützen, Pfuhlen und Tümpeln. Mutti wäre stolz auf ihn gewesen: Heute wäre er bestimmt unter die Top 3 der dreckigsten Hunde Marburgs gekommen!

Ein Weihnachtswunder!

Siskos Lehrling war ein aufmerksamer Schüler. Alles ist fressbar, das meiste sogar verdaubar. Der Rülpe frisst alles gern und gern viel von allem. Umso verwunderlicher ist es, dass er heute ein kleines Extra erst unsicher durch’s Haus schleppte und schließlich unter der Decke auf dem Hundebett verbuddelte. Für schlechte Zeiten, oder besser für Zeiten, in denen ihm eingefallen wäre, was mit dem Extra zu tun ist.

Das corpus delicti war ein kleiner runder Scamorza aus regionalem Ziegenkäse. Schon als er unverhofft ein runtergefallenes Stück von Frauchens Frühstücksteller erbeutete, vermutete er eine Falle. Das Stück Käse blieb liegen bis der Althund vorbei patroullierte und es nebenbei fraß. Der zugeteilte Hundezoll hat ihn dann vollends überfordert. Erst als die kleine Kugel in mundgerechte Stückchen aufgeteilt war, hat er sich zögernd dazu entschlossen, runterzuschlucken. Dann dämmerte ihm aber, dass Scamorza nicht nur essbar ist, sondern auch noch gut schmeckt. Für diese Erkenntnis brauchte der Rülpe aber beispiellose 30 Minuten.

Wir wünschen allen Huskyfreunden noch eine schöne Nach-Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein gesundes (und hoffentlich schneereiches) 2018!

Soap Opera

Über die Buschtrommeln ist bekannt, dass Sammy gerne Tierdokumentationen schaut. Seine Familie wird von seinen TV Gewohnheiten so gut unterhalten, dass auch jenseits des Weißwurschtäquators viel Gesprächsstoff bei den Gassis vorhanden ist.

Sammys Bruder kommt dagegen ganz nach seinen Menschen. In dem Entwicklungsstadium, in dem Herrchen und Frauchen so hochgeistige Kulturbeiträge wie California Clan, Falconcrest und die Springfield Story verschlangen, steckt der Rülpe auch gerade. Sein Gift der Wahl ist The Crown bei Netflix. Gebannt sitzt er vor dem Fernseher und empört sich über Palastintrigen, Elizabeths und Philips Eheprobleme und die Suezkrise.1 Das Highlight seines heutigen Fernsehabends war zweifellos die Szene, in der Elizabeth einen kapitalen Hirsch geschossen hat. Da konnte er sich endlich ganz in die Königin einfühlen und schmatzte zufrieden. Natürlich hat er recht mit seiner Beurteilung: Wenn die alle häufiger draußen unterwegs wären anstatt in ihren dunklen Kämmerchen zu kungeln, würden sich viele Probleme sofort in Luft auflösen. Von Seifenopern lernen heißt für’s Leben lernen!

 

Schneenasen

Kann es wirklich sein, dass die Hessen für einen ereignislosen Sommer mit einem echten, richtigen Winter entschädigt werden? Der zweite Sonntag in Folge, an dem so richtiges Huskywetter ist. Es schneit noch immer ein bisschen bei uns im Tal, die Straßen sind kaum passierbar und fast jede Familie hat den Schlitten vom Dachboden geholt.

Der Rülpe und sein Althund waren den ganzen Nachmittag draußen und völlig aus dem Häuschen. Wie gut, dass schon Winterfell gewachsen ist, denn teilweise sah man die Hunde vor Schneetreiben gar nicht mehr. Nach ausgiebigen Spieleinheiten liegen sie jetzt zufrieden auf ihren Kissen und schnurcheln vor sich hin. So kann der Winter gern weitergehen!

War das anstrengend!

Während der Orangensud für einen flotten Samstagsabend-Kuchen eindickt, bleibt ein bisschen Zeit, um den Bilderfundus von letzter Woche zu plündern. Der Rülpe hatte so viel Spaß im Schnee am letzten Sonntag!

Gerade liegt er trotz bleierner Müdigkeit in der Küche und passt auf die Orangen und den Joghurt auf, der gleich zu Kuchen verarbeitet wird. Heute stand nämlich eine besonders herausfordernde Hundestunde an: Einmal durch den Weihnachtsmarkt und zurück. Das hat er zwar nicht mit der Gruppe zusammen geschafft – die alten Hasen sind einfach noch zu schnell für ihn unterwegs, wo er doch die Zeit zum Gucken und Verarbeiten so dringend braucht. Aber er ist mit seinem Herrchen parallel zur Hundeschulgruppe durch den Trubel marschiert, und das so reibungslos wie in den Testläufen mit Frauchen. Spätestens wenn der Kuchen im Rohr ist, kann er sich dann seinem verdienten Nickerchen hingeben. Morgen schneit es vielleicht…

Schneebilder

Die Wäsche bleibt dreckig, der Abwasch darf in Ruhe Intelligenz entwickeln und der liegengebliebene Papierkram kann eine weitere Staubschicht ansetzen. Das Rudel hat sich heute schneefrei genommen! Der schöne Tag ist jetzt leider vorbei, wurde aber standesgemäß mit einer Schneeballschlacht beendet. Ab Dienstag haben wir wieder 6° und Regen, von dem schönen Wetter muss Hessen lange zehren. Es folgen ein paar Schnappschüsse vom Spielgassi1 mit Herrchen und lustigem Huskytreiben im Garten.

Diese Diashow benötigt JavaScript.