Von Weibchen und Männchen

Man stelle sich folgende Szene vor: Der Althund, auf dem Bett drappiert wie eine schwindsüchtige, prärafaëlitische Schöne, sterbend am gebrochenen Herzen.

Das Melodrama hatte nach dem Abendfressi seinen Anfang genommen. In Erwartung eines möglichen Nachschlags war der Rülpe ins Wohnzimmer gestiefelt. Der ewige Optimist setzte sich vor Frauchen und ihrem Stück Kuchen in Position. Im Fernsehen lief gerade ein spannender Kampf zwischen einer Schneegans und einem arktischen Fuchs, der versuchte, an das frische Gelege ranzukommen. Es dauerte nicht lange und die potentiellen Kuchenkrümel waren vergessen: Der Schneeerpel fauchte laut und wedelte wild mit den Flügeln, während die Füchsin sich, wegen ihrer hungrigen, aber quietschsüßen Jungen unter Druck, mutig in die Gefahrenzone vorwagte. Gebannt saß der Rülpe vor der Glotze. Bestimmt fieberte er mit der Füchsin; Hundeartige halten zusammen, das versteht sich von selbst.

Der Althund war auf dem Fuße gefolgt. Sie hat es sich zur Gewohnheit gemacht, nach dem Fressi mit ihrem Rülpen zu spielen.1 Während David Attenborough die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf die großen Herden unseres Planeten lenkte, war der Rülpe geneigt, seinen abendlichen Pflichten nachzukommen. Die Huskies rollten und pfötelten wie jeden Abend durch das Wohnzimmer. Diesmal legte sich der Althund sogar besonders ins Zeug. Sie lag gerade auf dem Rücken und ruderte nach Gregor Samsa Art mit allen Vieren in der Luft, um ihren Rülpen zum Überfall zu motivieren, als dieser mitten im Vorwärtsschub erstarrte. Die Füchsin und der Schneeerpel waren wieder im Bild. Während der Herdenwerbung muss sie an die Eier gekommen sein, denn sie machte sich gerade flott vom Acker und hatte dabei ein Küken im Maul!2 Und da waren sogar ihre Welpen, die sich um die Beute prügelten und sich in die Ruten bissen! Das kennt doch der Rülpe irgendwoher…

Dieses Spiel war ganz klar spannender als die Alte! Der Rülpe latschte völlig fasziniert über seinen geräkelten Althund, um näher an den Bildschirm zu kommen. Mit großen Augen saß er vor dem Fernseher und verfolgte selbstvergessen die Natursendung. Seine Dame ließ achtlos hinter sich. Diese Demütigung! Sowas musste sie ihr Lebtag nicht ertragen! Nachdem sie ihre Verwirrung und ihren Ärger verdaut hatte, rollte sie sich wieder aufrecht und versuchte sogar noch, seine Aufmerksamkeit zurückzugewinnen, indem sie sich sich vorwürfig direkt vor der Glotze platzierte. Aber gegen David Attenborogh war sie chancenlos. Der Rülpe klebte weiter am Kampf Fuchs gegen Gans und gönnte ihr kein Jota Aufmerksamkeit mehr.

Kurze Zeit später fand das Frauchen sie seufzend auf dem Bett wieder.3

B-chen Familien aufgepasst!

Wir freuen uns alle sehr auf die Ankunft der B-chens! Sie werden eine Reihe Menschen und hoffentlich auch Hunde sehr glücklich machen und ordentlich auf Trapp halten.

Dieser Post ist für alle, die mit dem Gedanken spielen, ein B-chen bei sich aufzunehmen.

Seht Ihr das Beitragsbild? Das ist eines der A-chen, ein charmantes A-chen, aber auch ein durchtriebenes, viel, viel zu intelligentes A-chen. Ein A-chen, das seinen Menschen lange weiß machen wollte, dass es sowas wie „Impulskontrolle“ und „Zurückhaltung“ überhaupt gaaar nicht kann, dass es viel, viel zu hormongesteuert für so komplizierte Affenkompetenzen ist und überhaupt, es muss wie von der Tarantel gestochen ausscheren, um diese Maus, dieses Poopsicle1 oder diese freche Fußhupe zu schnappen.

Von wegen! Sehr Ihr trotz der schlechten Bildqualität das Leckerli in Frauchens Hand? Und den trotzigen Blick vom A-chen? Der weiß genau, dass er hoch soll und hat absolut keinen Bock. Vor diesem Leckerchen harrte er bereits 5min standhaft vor der Leberwurst (!) aus, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das Leckerchen schnappte er sich übrigens kurz nach diesem Photo … und huschte direkt wieder runter. In Erwartung eines weiteren Leckerchens.

Wappnet Euch mit allem, was Ihr habt! Die B-chens werden Kiras Intelligenz erben. Ihr werdet viel Spaß haben!

 

Guter Hoffnung

Kira (Zausel's Red Rose)
Kira (Zausel’s Red Rose)

Seit heute wissen wir es sicher: Wir erwarten unseren B-Wurf! Mindestens fünf kleine Quirle wuseln in Kiras Bauch, so lebhaft, dass kein Zweifel besteht, sie sind fit wie Turnschuhe.

Kira (Zausel’s Red Rose) hat auf dieser Website ihre eigene Seite mit vielen Informationen und Bildern, und noch viel mehr davon im Blog (Stichwort Kira).

Der Vater der Welpen, Salai (Balance Master Speigas), wurde von Laura Baryte (Speigas Kennel, LIT) gezüchtet und gehört Monique van Ree-Hagg (NL). Sein Vater Fizzy (Snowmist’s Quicksilver Speigas) ist eine Berühmtheit und stammt wie Salais Mutter Enya (Snowmist’s Rich Image) aus dem Snowmist Kennel von Kim Ramey-LeBlanc (CAN).

Danke, Monique, dass du diese Verpaarung möglich gemacht hast!

Salai (Balance Master Speigas)
Salai (Balance Master Speigas)

Der ausführliche Stammbaum der Welpen kann hier eingesehen werden:

Pedigree B-Wurf
Pedigree B-Wurf

Wenn alles gut geht, werden die Kleinen nach dem 16. März geboren. Bis dahin wird die werdende Mama mit allem verwöhnt, was sie liebt – und das sind vor allem Spaziergänge!

Raubtier

„Du, Herrchen“, sagte das Frauchen, während es sich seine Jacke auszog, „ich hätte gerne mal deine Meinung zu einer Situation eben.“

„Okay, schieß los“, antwortete Herrchen und lauschte aufmerksam.

„Also, es war so. Ich hab eben die Mülltonnen rausgestellt und kam gerade wieder zur Tür rein. Auf der Arbeitsplatte in der Küche hatte ich schon die Buchteln für’s Frühstück hingestellt. Der Bubs steht neben der Arbeitsfläche und schaut mich an, als hätte er den Leibhaftigen gesehen. Dann schluckte er sehr schnell – mit einem gut hörbaren „gunck“ – und zischte zu seiner Decke ab.1 Dummerweise habe ich keine Ahnung mehr, wie viele Buchteln da waren. Du hast keine gegessen, oder? Ich könnte schwören, es sind weniger… und die Lefzen hat er sich auch geschleckt. Und dann totaaal unschuldig geguckt, einen richtigen Disneyblick hat er aufgesetzt.“

„Ach, nein, Frauchen“, erwiderte das Herrchen. „Du tust dem Rülpen unrecht, der hat bestimmt nichts geklaut. Unser Rülpe ist doch so ein braver, verständiger Hund, der würde sowas nie tun. Wahrscheinlich hat er sich nur erschreckt, dass du plötzlich in der Tür warst und wollte dich beschwichtigen.“

Einige Tage später rumpelte es laut in der Küche und der Rülpe verschlang in drei gewaltigen Schlucken ein halbes Blech Pizza.

„Es war eh zu langeweilig mit zwei Hunden im Haus, die nichts aus der Küche klauen“, japste das Herrchen mitten in seinem Lachanfall.

Endlich, Winter!

Es gibt was zu Feiern! Seit dem Oktober lernten die Hessen täglich so viele neue Grautöne – in der Wohlfühltemperatur von 4-7°C – kennen, dass Loriot 1 vor Freude aus dem Grab hüpfen würde. Damit ist jetzt Schluss! Zumindest für diese Woche. Minusgrade! Sonnenschein! Schneereste! Allerschönstes Huskywetter!

Gerade eben hat Frauchen einen sehr großen Berg Arbeit zur Seite geschafft, es lockt die Freiheit. Morgen und übermorgen wird ausreichend Zeit sein, um bei langen Wanderungen den Winter zu genießen. Einen fröhlichen Wintereinbruch allen Huskyfreunden!

Eigenlob stinkt…

… muss aber manchmal trotzdem sein. Der Rülpe und sein Frauchen machen das gut!

Nach 10 Tagen mit schrecklich viel Arbeit, schrecklichem Wetter, schrecklichen Halsschmerzen und gar schrecklichem Gehirnumbau auf Huskyseite1 gab es endlich mal wieder eine Trainingseinheit. 8km im Wald,  sprichwörtlich über Stock und Stein und durch alle Pfützen – natürlich, er ist und bleibt Kiras Sohn. Ein Träumchen!

Er macht es einem wirklich leicht, mit ihm Spaß beim Sport zu haben. Die guten Anlagen von Mutti, die vielen nützlichen Tipps aus der Hundeschule2, trotz aller Widrigkeiten einigermaßen regelmäßige Trainingsläufe… der Rülpe ist ein richtig guter Canicrosser geworden!  Das Team findet sich langsam, es geht voran. Bergab Laufen war heute so gut wie noch nie. Bergauf Laufen ist immer schon eine absolute Freude! Langsam entsteht genug Vertrauen im Gespann, dass auch höhere Geschwindigkeiten möglich sind. Das Frauchen ist ja eher vorsichtig mit dem Tempo, weil der Rülpe manchmal noch diese kolossalen Aussetzer im Kopf hat und dann die Büsche zu schnell näher kommen. Die Narben von leichtsinnigem Anfeuern mit dem Althund vorne dran sind an Armen und Beinen noch gut sichtbar… Na heute lief es jedenfalls wie geschmiert. Die Luftnot Der Fahrtwind hat dem Frauchen sogar die Tränen in die Augen getrieben. Gottseidank hat uns keiner gesehen.

Zuhause angekommen verdingt sich Rülpe erschöpft aber glücklich als Wegelagerer. Das Beitragsbild zeigt ihn, wie er zusammen mit dem Althund Herrchens Waffeln zum Levitieren bringen wollte. Das hat leider nicht geklappt, aber vielleicht fällt ja von Frauchens Teller gleich noch was runter. Verdient hat er’s sich.