Der Hl. Antonius hat’s gerichtet

Heute musste Bubbles leider kastriert werden. Da die Hoden nicht runter rutschen wollten und die Menschen zu feige waren, es angesichts des doch beträchtlichen Krebsrisikos drauf ankommen zu lassen, hat unser Doktor einen Schnitt gesetzt. Wider Erwarten lagen die Hoden doch gut zugänglich vorne, die OP verlief ganz flott und problemlos. Der Heilige Antonius, sein Namenspatron, hat ein gutes Wort für ihn eingelegt, ist er doch, wie die Iris letztens erklärte, der Schutzheilige der verlorenen Dinge. Die kurze Narkose konnte sogar genutzt werden, um nach Hüfte und Ellenbogen zu schauen. An allen Fronten gab es gute Nachrichten: Hüfte top, Ellenbogen top.1 Mit der Konstitution eines Pferdes gesegnet, vertilgte der ausgehungerte Rülpe kurze Zeit später die ersten Trostpfannkuchen.2 Und weil es jetzt den Freifahrtschein vom Doktor gab, kann in zehn Tagen nach Herzenslust Sport gemacht werden. Wie gut, dass dem Frauchen beim Aufräumen das alte x-back vom seligen Brömpfi in die Hände gefallen ist, das dem Rülpen wie ein Handschuh passt!3

Bis dahin müssen alle Kräfte aufgewendet werden, damit der Rülpe aufgepäppelt wird, seine Narbe in Ruhe lässt und nicht auf Raufideen mit dem Althund kommt. Noch ist sie sehr vorsichtig und beschnüffelt ihn nur besorgt, aber mehr als einen Tag musste sie noch nie ohne ein Spiel mit ihm aushalten. Ob sie das schafft?

Kilobrocken mit B

Neun Tage sind die B-chen jetzt „alt“. Mama Kira meistert ihre Aufgaben weiterhin souverän; sie geht gerne wieder in den Garten, auf Spaziergänge, und hält Onkel Sisko, den zukünftigen Ziehvater, mit Minimalmimik und ganz ohne Zickerei davon ab, das Welpenzimmer zu betreten.

Die B-chen nehmen unterdessen unverdrossen zu, wachsen und verändern sich. Die Kilomarke haben sie hinter sich. Noch sind sie Meerschweinchen ähnlicher als Hunden, aber sie krabbeln  und torkeln (inzwischen auf vier Pfoten) munter durch die Wurfkiste. Raus können sie noch nicht, aber wer weiß, was passiert, wenn erst die Augen offen sind.

Wir sind gespannt!

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Tiefschwarze Welpen zu fotografieren, das ist gar nicht so einfach. Den Blitz benutze ich nicht bei den Kleinen, also bin ich auf natürliches Licht angewiesen. Und das klappt nicht immer so wie erhofft.

 

 

Wenn der Onkel mit dem Rülpen…

Manchmal darf das Frauchen den Sisko zocken. Dann muss er auf der DS Schrebergarten den frechen Kadetten einnorden.1 Schon beim letzten Mal zeichnete sich ab, dass bald ein ernstes Wort gewechselt werden wird. Sisko ist zwar die Ruhe selbst, souverän, mit einer Engelsgeduld, aber der Rülpe ist in dem Alter, in dem er es wissen will. Wie schade, dass er auch in dem Alter ist, in dem man ihm etwas mehrmals verklickern muss…

Heute wurde der arme Onkel an jeder Ecke angeblökt. Da sollte er nicht markieren. Dort sollte er nicht stehen. Auf gar keinen Fall durfte er auf den Totholzhaufen, da befinden sich nämlich die allerwichtigsten Stöckchen im ganzen Garten. Geradezu goldene Stöckchen müssen das sein, so wie der Rülpe auf seinem Haufen hockt und sie bewacht. Smaug, der Rülpe! Sisko hat sich das Spiel lange angesehen, aber ab einem gewissen Grad Selbstbewusstsein hat man auch Grenzen. Also nahm Sisko eins der Stöckchen. Ganz bewusst und demonstrativ. Rülpi durchlief alle Phasen des Aufplusterns, kräuselte die Nase und zog am Stöckchen. So leicht lässt sich ein Captain Sisko von Pubertisten nicht aus der Ruhe bringen! Er blieb seelenruhig stehen und hielt quasi mit links die Beute fest. 2 Am Ende zog er gemütlich mit dem Stöckchen ab, das natürlich sofort langweilig wurde, nachdem der Rülpe  besiegt war.

Insgeheim mag er das ja, den Oberlehrer geben. Er legt dem Rüdenamateur ganz ruhig das Kinn auf den Kopf und wartet, bis der’s eingesehen hat.  Jedes Mal, wenn er heute dem Rülpen erklärt hatte, wie albern er sich aufführte, kam er zum Frauchen und ließ sich den Rücken bürsten. Am Hals hinten links juckte es besonders. Frauchen war gerade wieder dabei zu bürsten, als der Rülpe – nach wiederholten Provokationen, der Stockverlust wurmte ihn nachhaltig  – vom anderen Ende des Gartens falsch geguckt haben muss. Wie von der Tarantel gestochen fetzte der Onkel los und machte kurzen Prozess.3 Wie sich der Rülpe plötzlich benehmen konnte! Kein Geblöke, kein Geplustere, Sisko konnte in Ruhe jeden Grashalm markieren. Was er auch mit sichtlichem Genuss tat. Geht doch, Rülpe!

Wie schade, dass der Rülpe in dem Alter ist, in dem man ihm etwas mehrmals verklickern muss…

Wie schön, dass Ihr geboren seid!

Liebe B-chens, willkommen in der Welt! Ihr seid ganz ausgezeichnet putzig geraten. Beates Söckchen haben es uns schon von weitem angetan. Beni und Boni sehen bereits wie richtige Lausbuben aus. Der Boni wird seinem Namen bestimmt bald alle Ehre machen.1 Wir werden Eure Streiche nach Leibeskräften anfeuern, Jungs! Und wenn erst Bernhard und Brendan dazu stoßen, wird kein Auge trocken bleiben.

Herzlichen Glückwunsch an die Mutti, Iris und Helmut, den in den Startlöchern stehenden Chef-Erzieher-Onkel und den neuen Familien der B-chens! Wir freuen uns riesig für Euch alle.

 

Herzlich willkommen, B-chen!

Am Samstag war es so weit! Nachdem Kira in den letzten Tagen ihr Nest im Garten fast fertig gebuddelt und immer mal wieder Senkwehen durchgestanden hatte, wurde es ernst. Unruhe breitete sich aus. Dass sie nicht zu ihrem Nest hinterm Komposthaufen durfte, fand sie ziemlich blöd. Aber die bereits bekannte Wurfkiste war akzeptabel. 

Mittags brachte Kira erst zwei dunkelgraue Buben auf die Welt, Benedict und Bonifatius. Fast zwei Stunden später kam ein rabenschwarzes Mädchen, Beata, dazu. Kira ließ sich viel Zeit, blieb ruhig und gelassen, kümmerte sich um die bereits geborenen Babys, selbst als sie nachmittags noch den grauen Bernhard zur Welt brachte und noch vor dem Abendessen als letzten einen weiteren rabenschwarzen Buben, Brendan.

Dann kehrte wirklich Ruhe ein, wir konnten die Kiste säubern und neue Decken hineinlegen. Die Welpen sind groß und kräftig, fast schon fordernd. Kira versorgt sie liebevoll und bewacht sie wie ihre Augäpfel. Onkel Sisko guckt sehnsüchtig ins Zimmer, traut sich aber nicht rein, sonst wird er angebrummt.

Aber in 4 Wochen wird Kira froh sein, wenn er einen Teil der Aufzucht und Erziehung übernimmt.

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Wurfkiste / Whelping box

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Wurfkiste / Whelping box

 

 

Wo soll das noch hinführen?

Der Countdown bis zur Ankunft der B-chens tickt unaufhörlich. Noch eine Woche! Um die Zeit totzuschlagen, bis wir alle in niedlichen Welpenbildern baden können, gibt es eine Wasserstandsmeldung vom Rülpen.

Das Rudel verfügt über ein schönes großes Bett, in dem nachts das Herrchen, das Frauchen und der Althund schlafen. Herrchen und Frauchen okkupieren einen kleinen Streifen am Bettrand, während der Althund diagonal im Bett liegt und alle Viere von sich streckt. Oder sich zutraulich um Herrchens Beine wickelt. Rülpi schläft vor dem Bett. Anfangs wollte er nicht hoch, später wollte der Althund nicht noch mehr Platz auf dem Bett abgeben müssen. Gespielt wird also auf dem Bett, geschlafen nicht.

Die Geschichte beginnt in der Nacht vom letzten Montag, als Herrchen und Frauchen mitten in der dritten Tiefschlafphase von 28kg Husky geweckt wurden, die aufgeregt an den Menschen rumschlabberten.1 Offensichtlich wollte er raus. Bis Herrchen sich schlaftrunken angezogen hatte, war Rülpi bereits wieder in seinem Körbchen  und schlummerte friedlich. Die Menschen waren zwar verwirrt von dem nächtlichen Anfall, aber viel zu müde, um sich weiter darüber Gedanken zu machen.

Dienstag Nacht merkte das Frauchen im Halbschlaf, wie ein Hund sehr robust an ihren Beinen gelehnt schlief.2 Das ist ungewöhnlich für den Althund, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und so beschwerte sich das Frauchen überhaupt nicht über die unverhoffte Althundliebe. Kurz darauf stapfte ein Hund sehr missmutig zu Frauchens Kopfkissen, juckelte sich Platz zurecht und ließ sich schnaubend auf sie fallen. Der Althund brauchte offensichtlich einen neuen Schlafplatz. Moment, was war das dann an den Beinen? Eine kurze Tastkontrolle ergab Rülpenfell. Aha, da hat er sich also auf das Bett geschlichen. Wie Frauchen sich gerade an die doppelte Kuscheligkeit gewöhnt hatte, stand der Althund auf. Zu wenig Platz!! Sie legte sich, miserabel gelaunt, direkt auf Frauchens Rücken, diagonal, und streckte alle Viere von sich. Endlich konnte sie schlafen.

So, das war nun alles sehr unterhaltsam, aber auch schlafraubend. Donnerstag Nacht – nein, die Geschichte ist immer noch nicht zu Ende – waren die Menschen schon ziemlich gefoltert und wollten nur noch ein paar Stunden ins Koma fallen. 3Uhr 30, der Rülpe schlabberte an Frauchens Gesicht rum und fiepte. Es war kaum vorstellbar, dass er nach fünf Gassis an dem Tag und einer ausführlichen Tour vor dem Zubettgehen noch mal raus musste, aber jetzt war alles wurscht. Das Frauchen trabte mit dem Rülpen mit, während der seinen Kontrollgang durchs Viertel machte. Rocky hatte ein paar seiner Markierungen überpieselt, das war wahrscheinlich der Stein des Anstoßes. Weil hier keiner etwas haben darf, das der andere nicht auch bekommt, wurstete kurze Zeit später das Herrchen mit dem Althund durchs Viertel. Zuhause angekommen, legte sich der Rülpe ganz selbstverständlich aufs Bett und schlief direkt wieder ein.

Freitag Abend schmollte der Althund bereits im Hundekörbchen, während der Rülpe wie ein Stein diagonal auf dem Bett lag und alle Viere von sich streckte. Gemeinsames Bein-unter-schieben von den Menschen und die bösen Blicke aus dem Körbchen veranlassten ihn aber doch, seinen Platz aufzugeben. Langsam wird klar, was die Vorarbeit der Woche zu bedeuten hat: Der Althundthron wackelt!

Meins!

Wenn der Rülpe bei seiner Mutti war und Mutti ihn – gut sichtbar für alle! – ordentlich abbusselt, gibt sich der Althund später die allergrößte Mühe, wieder Nr. 1 zu werden. Anstatt ihrer üblichen Zickereien bespielt und bespaßt sie ihn, hopst glücklich vor ihm her oder unterstützt ihn hilfsbereit in seinem Freiheitskampf gegen die Obrigkeit. Heute war wieder so ein Tag. Der Rülpe kann grad nichts falsch machen: Mutti war so lieb zu ihm, dass selbst der Onkel Sisko sich nicht getraut hat, dazwischen zu gehen.1 Auf dem Heimweg hat der Althund gleich auf handzahm umgeschaltet. Wir waren noch nicht mal bei uns in der Straße, da lag sie bereits freudig strampelnd auf dem Rücken und wollte beknabbert werden. Konkurrenz belebt halt auch bei Huskies das Geschäft.

Endspurt

Heute bekam Kira die zweite Herpes-Impfung, damit den Kleinen möglichst nichts passiert, wenn sie frisch auf der Welt sind. Denn CHV-1, auch „infektiöses Welpensterben“ genannt, ist eine ziemlich scheußliche Gefahr für neugeborene Welpen.

Kira ist die Ruhe selbst. Nicht einmal der riesige nervöse schwarze Rüde im Wartezimmer hat sie irritiert. Die Tierärztin untersuchte sie vor der Impfung und ist sehr zufrieden. Kira schläft und döst ausgiebig, frisst mit Appetit, ist wach und aufmerksam und geht noch immer gerne spazieren, aber lieber nicht mehr so weit.

Nun geht es in den Endspurt. Der Termin ist Mitte März, und manches muss noch vorbereitet werden, bevor die kleinen Huskys für einige Monate unser Leben auf den Kopf stellen. Wir, Salais Familie und die Menschen auf der Warteliste sind jedenfalls schon sehr gespannt.

Das Hobby

Heute gibt es zwei Bilder, eines vom 11.02.2017 und eines vom 22.02.2018. Sie zeigen einerseits, wie unglaublich dieser Welpe gewachsen ist! Gestern konnten wir ihn doch noch mit einer Hand hochheben!! Und sie zeigen, dass man als Husky ein liebgewordenes Hobby nicht so leicht aufgibt. Bim Buddeln kann der Rülpe seinen inneren Gozilla mal so richtig ausleben!

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