Flooding

Rülpus rülpus war gestern in Bielefeld beim Senner Schlittenhunderennen und der Plan ging auf.1Unter dem geballten Eindruck von Schlittenhunden, ihren Menschen und vielen Fans (inklusive ihrer Hunde) lernte der Rülpe, sich in einer großen Menge abzuregen und nicht mehr rülpenmäßig zu explodieren, wenn ihm wer zu nahe kommt. Wir haben viele nette Menschen kennen gelernt, Leberwurst geschlabbert und Uwe Radant bei den unbeschreiblich beeindruckenden Vorbereitungen vor dem Start zugeschaut. Zwei Mal wurde der Rülpe gefragt, ob er ein Malamut ist. Wie oft der Sammy das wohl hören muss?

Wir hatten sehr viel Spaß und sind ausgesprochen stolz auf unseren Prototyp. Hoffentlich gibt es nächstes Jahr den Ausflug wieder, vielleicht sogar mit einem Start in der Canicross Gruppe. In jedem Fall können wir wohl bald den Rülpenstaffelstab an die nächste Generation Rülpen abgeben: Canis rülpus maximus kahnawakensis2 (aka Berni) steht bereits in den Startlöchern!

Doggy see, Doggy do

„FRAUCHEN, ENDLICH! OH GOTT, WIE ICH DICH VERMISST HABE!!!!!111“

Frauchen kam nach drei Stunden wieder heim und wurde überschwänglichst von ihrem Althund begrüßt.

„FRAUCHEN, FRAUCHEN! ES WAR SO SCHLIMM OHNE DICH, DIE WELT WAR GRAU UND TRIST UND NIEMAND, NIEMAND HATTE MICH LIEB!!!!111“

Der Althund und ihr Rülpe waren bestens von Herrchen und dem lieben Besuch unterhalten worden, aber Ungerechtigkeiten gab es wohl. Als das Frauchen heim kam, saßen auf dem Sofa nur Menschen…

„FRAUCHEN, OH GOTT, WONACH RIECHST DU DENN? WAS IST DAS DENN FÜR EIN FREMDER GERUCH UM HIMMELS WILLEN? WO WARST DU DENN OHNE UNS??“

Frauchen war in der Sauna gewesen und roch nach Eukalyptus. Selbstverständlich musste sie für die peinliche Befragung zuerst niedergerungen werden. Der Althund hatte ihr prompt die Pfoten auf die Schultern gelegt und schnüffelte aufgeregt in jede Körperritze.

„Moment, lass mich das mal näher untersuchen. Nicht, dass du versehentlich vergiftet wurdest. Oder fressbar bist.“

Der Althund schleckte das Frauchen im linken Ohr, konnte aber nichts nachhaltig Interessantes darin finden. Weil das so lustig kitzelt, kicherte das Frauchen vergüngt vor sich hin. So eine waschechte Huskybegrüßung ist ja auch was sehr Schönes, das man in vollen Zügen genießen sollte. In der ganzen Zeit hatte sich der Rülpe der allgemeinen Aufregung gegenüber solidarisch gezeigt und sprang etwas hilflos im Gewusel umher.1 Nachdem die Neugierde des Althundes angemessen befriedigt worden war, kam er freudig zum noch immer auf dem Boden japsenden Frauchen getrottet, legte ihr die Nase auf die Schulter und schlabberte das erste Mal im Zusammenleben im rechten Ohr. Da sage nochmal jemand, Hundehaltung wäre zu nichts gut. Frauchens Ohren waren schon lange nicht mehr so sauber!

Herbstgrüße vom Rülpen

Endlich wird es etwas kühler! Wenn der Rülpe nicht mit dem Frauchen durch den Wald tobt, tobt er mit seinem Bruder Berni im Schrebergarten. Berni kommt jetzt in Größenklassen, wo man nicht mehr vorsichtig sein muss beim Tacklen und wo ein saftiger body check ebenso saftig beantwortet wird. Ausgezeichnet, ein Nachwuchsrülpe!

Wer den Rülpen treffen möchte, findet ihn am 3.11. in Bielefeld beim http://www.schlittenhunderennen-senne.de/schlittenhunderennen/schlittenhunderennen.html Wir starten dieses Jahr noch nicht, nutzen aber das Wochenende, um den noch immer pubertierenden Bubs an die Rennatmosphäre zu gewöhnen. Folgt dem Klagen des Hundes und dem feinen Leberwurstgeruch!

Von Rü- bis -lpe

Derzeit ist der Rülpe wieder sehr im Welpenmodus. So sehr, dass sein alter Nucki, den er beim Zahnen jeden Abend zur Beruhigung brauchte, wieder en vogue ist. Das linke Bild ist von vor zwei Wochen, das rechte Bild vom 28. Februar 2017. Das dauert noch lange, bis das -lpe aus dem Rü- gelöscht werden kann….

Und wer fragt: Ja, wir haben nur eine Sorte Bettwäsche, davon aber gleich mehrere Packungen, weil sie im Angebot war! Das Hundefutter ist so teuer, wir können uns keine schicke Bettwäsche leisten...

Für Jan

Dieser Beitrag ist für einen sehr treuen Leser von Bubbles‘ Abenteuern, Jan B. aus Marburg.

Lieber Jan,

gestern hast du mit Bubbles im Schrebergarten gespielt und dein Würstchen mit ihm geteilt. Das hat ihm so viel Spaß gemacht, dass er zuhause direkt eingeschlafen ist und im Schlaf weiter mit dir gespielt hat. Er hat gewedelt und ist mit den Pfoten im Schlaf gelaufen. Geschmatzt hat er auch, ich glaube, er hat davon geträumt, wie saftig dein Arm war!

Bubbles und sein Frauchen sagen danke für das schöne Spiel und das spannende Buch über die Steinzeit.

Viele Grüße,

Bubbles und sein Rudel

Nachschlag, bitte!

Wie erwartet kann der Althund den Hals nicht voll genug mit Welpen bekommen. Jetzt war der Berni zu Besuch und der Althund ist ganz verzückt! Sogar aus ihrem Eimer durfte er trinken, das ist eine der höchsten Ehren. All ihr fröhliches Scharwenzeln richtet sie auf den Jungspund aus, während unser Rülpe etwas verdattert daneben steht und pro forma mal versucht, dem Berni in die Rute zu beißen. Sonst hat der arme Kerl wenig zu melden.

Tatsächlich können wir aber mit einiger Erleichterung verkünden, dass Berni mit dem großen Bruder und der Tante Kima eine schöne Triade im Spiel bildet, so richtig mit Rollenwechseln, Spielwechseln, Grenzen akzeptieren und Pausen machen. Natürlich lernt er nur Mist auf der DS Schrebergarten. Ezri und Opra sollten sich in Acht nehmen, der Berni wird bald ein paar neue, heimtückische Moves im Raufspiel zücken! Wenn es nach dem Althund geht, können auch gleich die nächsten Welpen kommen.

Washaterdenn?

Dieses Bild durfte nicht gehortet werden!1

Der Rülpe nutzte heute die Gelegenheit, um sich wie zu Welpenzeiten in den Fußraum des Beifahrers zu mogeln. Da hat er es zwar nicht mehr so gemütlich wie mit sieben Monaten, aber es scheint kuschelig genug zu sein. Er ist wieder in einer kleinen Regressionsphase. Heute Nacht fiepte er aufgeregt, weil er nicht wusste, wo seine Menschen sind. Als er Frauchens Füße dann unverhofft rasch gefunden hatte, machte er kurz den Louis de Funes (so) und legte sich beruhigt wieder schlafen. Erfahrungsgemäß lernt er am anderen Ende der Phase irgendeinen neuen Unsinn, wahrscheinlich wie Sisko heimlich, still und leise die Küche zu raiden…

Hundstage

So muss sich die Hölle anfühlen… es geht ein Stöhnen und Seufzen durch das Rudel, weil es so unglaublich heiß ist. Zu allem Überfluss hat sich der arme Rülpe erst beim Spielen mit dem Althund eine Kralle gesplittert und jetzt die Hinterpfote verknackst. Ein Haushaltsunfall, er war rammdösig von der Hitze und muss falsch aufgetreten sein. Gottseidank haben seine Vorfahren beschlossen, sich Menschen als Haustiere zuzulegen. So ist wenigstens jemand zum Ohrenkratzen da.

Wir hinterlassen kühle Wünsche an die schwitzende Republik:

NOCH 147 TAGE BIS ZUM WINTERANFANG!

Die Domestikation des Rülpen

Letztens fing der Rülpe in der Benjeshecke im Garten eine große Maus. Die Jagd, bzw. das Auflauern der Beute, hatte ihn bereits eine Viertelstunde beschäftigt, bis er endlich mit dem Spielzeug belohnt wurde. Er war sehr glücklich! Mäuse sind für ihn primär Spielzeug, das nicht anders behandelt wird als sein Lieblingsbällchen oder der Althund. Erlegtes wird grundsätzlich freudig angesprungen, mit Spielaufforderungen bedacht und zärtlich angestupst.1 Da unser Rülpi ein Gourmet ist – und schlau obendrein – jagd er nie zur Selbsterhaltung. Zuhause steht ein Kühlschrank voll mit Quark, wer möchte da schon Mäusedarm fressen?! Nein, nein, die Jagd ist für ihn nicht mehr als ein sehr aufregendes Spielprogramm, das ohne sein bewusstes Zutun abläuft.

Die Enttäuschung ist immer wieder groß, wenn das lustige Quieken aufhört und die Maus trotz seiner wohlwollenden Bemühungen nicht mehr mitspielen will. Die Maus von gestern wurde sicherheitshalber noch durch den Garten geworfen, an einen anderen Platz getragen, am Hinterbein hoch gehoben und auch nach Stunden noch mit zaghaft angespielt. Vergessen hatte er sie zu keinem Zeitpunkt. Ab und zu schnupperte er noch an der Leiche, ganz offensichtlich mit Hoffnung auf einen neuen Lazarus. Vielleicht war er nicht deutlich genug in der Spielaufforderung, weshalb er als letzten Versuch seine „Timmy ist in den Brunnen Nummer“ für Frauchen auspackte. Frauchen kann vielleicht die störrische Maus reparieren, wenn man ihr nur erklären kann, dass da hinten was zu fixen ist. Affen haben doch diese nützlichen Daumen…

Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang der Gegensatz zum Althund. Wenn sie Beute macht, weiß sie genau, was sie tut und was der Maus gleich blühen wird. Immerhin geht es ihr nur darum, zu töten, zu verstümmeln und auszulöschen!2 Woran es wohl liegt, dass der Rülpe die Endlichkeit des Pelzspielzeugs nicht versteht? Frauchen vermutet, dass er einerseits zu nett ist und auch durch den blutrünstigen Althund nicht korrumpiert werden konnte. Andererseits macht er sein ganzes Leben die wiederkehrende Erfahrung, dass die Affen es schon richten werden. Wenn er eine Klopapierrolle zernagt, bringen sie eine neue. Wenn ein Bällchen verloren geht, taucht alsbald ein weiteres Bällchen aus Herrchens Jackentasche auf. Fairerweise gibt es dort, wo die erste Maus herkam, auch immer neue Mäuse. Das ist das traurige Ergebnis der Domestikation des Wolfes: Der Rülpe, durch und durch von seinen Menschen zivilisiert, würde ohne Kühlschrank in der Wildnis verhungern!

Familientag

Letztes Wochenende wurden der Rülpe und sein Frauchen als Huskydompteure im Hause Kahnawake angeheuert. Iris war mit dem Junggemüse in der Republik unterwegs, Helmut anderweitig beschäftigt und Mutti, Onkel Sisko und Bernie brauchten einen Aufpasser. Rülpe to the rescue!

Einen ganzen langen Vormittag verbrachte der Rülpe mit seiner Mutti. Die hatte sich das wohl anders vorgestellt, denn die Ruhe hätte Kira gern für einen ausgiebigen Schönheitsschlaf genutzt. Tja, wäre da nicht ihr großer Sohn gewesen, der alle 10 Minuten hektisch nach ihr sehen auf sie aufpassen musste…Sie hätte ja vom Körbchen verschluckt werden können! Oder sich verirren auf dem Weg zum Wassernapf! Oder unverhofft noch mehr so kleine Brüder ausspucken! Von Bernie war der Rülpe sehr irritiert, auch wenn sie sich schon kannten. Klarerweise gehörte der Knirps irgendwie zur Familie und hörte angemessen aufmerksam zu, wenn Bubbles über die richtige Art, einen Stock zu zernagen, referierte. Die „großer Bruder Pose“ nahm er super ernst, wie man auf den Bildern sieht. Auch fühlte er sich seltsam verantwortlich und bewachte den Kleinen, wenn der zu tief in ein Gebüsch verschwand. Aber sonst? Warum nörgelte Sisko nicht an ihm rum?1 Warum markierte er nicht wie die Großen jeden Grashalm? Warum dackelte er ihm ständig hinterher? Und warum zur Hölle wollte Mutti lieber ein Nickerchen machen als weiter wild mit ihrem Rülpen durch den Garten zu toben? Das ergab alles wenig Sinn und hatte garantiert etwas mit dem Knirps zu tun! Was genau, konnte nicht mehr ergründet werden, er war die ganze Zeit hochbeschäftigt damit, Iris und Helmuts Garten zu wässern. Wenigstens schien Sisko zufrieden zu sein. Da der Rülpe die Sonntagsmanieren2 ausgepackt hatte, gab es nicht mehr als eine hochgezogene Augenbraue vom Silberrücken. Stolz und erschöpft fiel Rülpi nachmittags in sein eigenes Körbchen und schlief selig bis in den Abend. So eine Unterhaltung nimmt er gerne öfter!

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