Siberian Huskies of Kahnawake Schlittenhunde aus dem grünen Herzen Deutschlands
Schlittenhunde aus dem grünen Herzen Deutschlands

Sisko

(19.01.2011 – 12.03.2026)

Sisko übernahmen wir Anfang August 2014 aus dem Tierheim Marburg-Cappel. Wenige Wochen zuvor war er dort abgegeben worden.

Er stammte aus der kleinen Zucht von Ines Müller-Milgramm in Willebadessen. Ines macht erfolgreich Fahrsport mit Ponys und züchtete nebenbei Alaskan Huskys. Dieser Hundetyp ist nicht von der FCI anerkannt, u.a. weil diese für den Zughundesport gezogenen Hunde einem ständigen Wandel im Erscheinungsbild unterliegen. Das Hauptkriterium der Zucht ist ein stark ausgeprägtes desire to go, gepaart mit Ausdauer und Schnelligkeit.

Als Welpe gelangte Sisko nach Marburg, wo er bis zu seiner Abgabe in einer Familie lebte. Er wurde wohl nicht zum Zugsport herangezogen, sondern am Fahrrad bewegt.

Während seines Aufenthalts im Tierheim wurde er kastriert. Das hat ihm zwar die Zeugungsfähigkeit genommen, aber viele Jahre lang war er noch immer interessiert an Hündinnen und wusste auch ganz genau, wie es geht. Sein ganzes Leben lang war er der Vater unseres Rudels, ein ganz besonderer Hund, hochintelligent und verantwortungsvoll. Einer, der jede Türe knackte und für seine Lieben die Mahlzeiten einforderte. 😉

Sisko war ein souveräner und freundlicher Rüde, nicht übermäßig zugfreudig, aber schnell und ausdauernd. Als Kira ins Haus kam, hat er sie sofort „adoptiert“ und geduldig und liebevoll miterzogen. Insbesondere bei der Sauberkeitserziehung war er uns eine sehr große Hilfe. Im Laufe der Jahre stellte sich heraus, dass „Captain Sisko von Dog Space Nine“ auch für die Welpen unserer Hündinnen ein guter Ziehpapa war, der seine Regeln gelegentlich auch schon mal mit einem „Sisko-Update“ durchsetzte.

Außer ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen tobte Sisko gerne mit anderen, möglichst ähnlich großen Hunden. Zeit seines Lebens war und blieb er der Boss und Beschützer seines Rudels. Unser Deckrüde Shakaar spielte nur die zweite Geige, und wenn er gegen die vom Boss aufgestellten Regeln verstieß, gab es auch schon mal die Gelbe Karte.

Erst lange nach seinem zehnten Geburtstag machten sich bei Sisko erste Alterserscheinungen bemerkbar. Im Alter von 13 Jahren erlitt unser großer Bub einen sehr schmerzhaften „Einschuss“, wahrscheinlich einen Bandscheibenvorfall. Wir unterließen es, ihn einem Untersuchungsmarathon zu unterziehen; stattdessen gab es fortan „Sisko-Gassis“ vorwiegend auf weichen Untergründen, die er sehr genoss, auch wenn sein Radius zunehmend kleiner wurde und er gerade in seinem 15. Lebensjahr immer häufiger wackelig auf den Beinen war und gelegentlich stürzte. Aber er ließ sich nie davon abbringen, über die Wiesen und Felder zu rennen, solange er konnte.

Knapp zwei Monate nach seinem 15. Geburtstag, den er noch mit einem 2 km langen Gassi feiern konnte, erlitt er nachts einen Zusammenbruch. Da sein Gesamtzustand sich bereits verschlechtert hatte und er deutlich zeugte, dass er nur noch seine Ruhe haben wollte, entschieden wir gemeinsam mit unserer Tierärztin, ihn sanft gehen zu lassen.

Er fehlt…

Sisko

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Nach dem Röntgen

Das Tierheim Marburg-Cappel führt ihn auch heute noch auf seiner Website unter den Glückskindern: Sisko.

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