Morosuppe plus X

Die Priorität in der Welpenentwicklung war zuletzt das Nasenwachstum. Im Verhältnis zum Rest vom Welpen schleppt er momentan einen veritablen Zinken mit sich rum und weiß ihn selbstverständlich auch einzusetzen.

Das tote Tier, das er damit vorgestern im Wald erschnüffelt hatte – von unten am Hang muss es bis zum oberen Pfad geduftet haben -, war etwas größer als ein Kaninchen und verrottet. Der Welpe kam zwar auf Zuruf mit einem Hinterbein im Maul angewackelt, wuffelte dabei aber hektisch „Bleib weg von meinem Snack! Bleib weg von meinem Snack!“ Und rannte im Kreis, immer rennt er mit Beute im Kreis umher. Diesmal mit Hinterbein von einem Wolpertinger im Maul, an dem der Unterschenkel noch sehr zombiemäßig hin- und her pendelte. Nach einiger Diskussion hatte zuerst der Althund, später das Frauchen den Snack und der Welpe den Magen verdorben.

Jetzt geht es dem Welpenmagen sehr, sehr miserabel. Seit gestern gibt es Morosuppe, was einerseits endlich mal den Welpennarzissmus bedient,* andererseits ein latentes Hungergefühl zurück lässt. Wie gut, dass das Frauchen heute etwas neben sich ist und beim Gassi mit den Kahnawakehuskies die frisch zugesch… vollgek… mit Kuhfladen impressionistisch erhöhte Wiese der Gallowayrinder übersehen hat, die bald in Iris‘ Gulasch landen. Der Magen ist wieder voll und die Darmflora funktionsfähig. Von dem vielen Hunger ist der Welpe etwas übellaunig, weshalb er es gar nicht einsah, im Kofferraum wie ein großer Husky mitzufahren, sondern seinen Welpenplatz im Fußraum des Beifahrersitzes einnahm. Wer krank ist, bekommt Nachsicht.

*Was für eine Frage, aber natürlich verdient der Welpe einen Privatkoch!

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