Opras Tag!

Am Wochenende haben wir an zwei Ausstellungen in Dortmund teilgenommen: der VDH-Bundessiegerausstellung, kurz BSA, und der VDH-Herbstsiegerausstellung. Und wir haben nicht nur das Soll erfüllt! Nach längerer Vorbereitung mit viel Training und einem ausgiebigen Badenachmittag für Opra, Ezri und Maya haben wir uns das aber auch verdient.

Am Samstag waren wir zu sechst: Opra, Ezri und Maya, Mayas Frauchen, unsere Freundin Carolina und ich. Um 5 ging es los mit dem vollgepackten Auto und dem Hundeanhänger daran. Nach drei Stunden Fahrt erreichten wir die Westfalenhallen – und wurden dann wegen des Hängers auf den vermutlich am weitesten entfernten Parkplatz geschickt!

Murrend bepackten wir uns wie die Esel und marschierten mit den Hunden erst zum Eingang, dann zu Ring 35 in Halle 8, wo wir unser Lager aufschlugen.

Die VDH-Ausstellungen in Dortmund ziehen dank der dazugehörigen Messe nicht nur viele Hundefreunde an, sondern auch Aussteller aus ganz Europa. Man tritt also quasi in der Champions League an. 😉 Und dafür haben wir uns unter Zuchtrichter Gopi Krishnan aus Malaysia richtig gut geschlagen: Maya (Casilda of Kahnawake) wurde in der Jüngstenklasse (6 – 9 Monate) als „Vielversprechend“ bewertet und Ezri (obwohl komplett abgehaart) und Opra in ihrer jeweiligen Klasse als „Vorzüglich“. Zufrieden fuhren wir abends mit 3 schicken roten Schleifen nach Hause.

Anderntags ging es um dieselbe Zeit los, diesmal nur zu zweit mit den drei Hundemädchen. Inzwischen kannten wir wenigstens schon eine Abkürzung zwischen Parkplatz und Halle.

Auch von Lois Wilson aus Südafrika erhielt Klein-Maya ein „Vielversprechend“ samt Schleifchen. Ezri hingegen musste sich mit einem „Sehr gut“ begnügen.

Mit Opra ging ich dann in der Offenen Klasse selbst in den Ring. Sie war in sehr guter Form, das Fell nicht optimal, aber dafür sehr aufmerksam. Sie hat besser mitgespielt, als ich es erwartet hatte, und am Ende holte sie den ersten Platz. Beim Lauf um das CACIB (beste Hündin) wurde sie nicht ausgewählt, aber als es anschließend um das Reserve-CACIB ging machte sie den ersten Platz. Damit hat sie sich ihre zweite Anwartschaft auf den VDH-Champion und die erste Reserve-Anwartschaft für den DCNH-Champion geholt! Ich war, wie man sieht, sehr überrascht, und wir haben uns beide so gefreut, dass ich völlig vergessen habe, ein Siegerfoto mit der Zuchtrichterin zu machen.

V1 in der Offenen Klasse für Opra
Glückliche Klassensieger

Den Titel Best of Breed (BOB) holte sich an diesem Tag Mayas Papa Finn (Zaltana Heart On Fire Of Savannah Town) – von hier aus nochmals herzliche Gratulation an Simone Ebardt-Heidt zu diesem verdienten Erfolg. Finn war an diesem Tag einfach überragend!

Nachlese CACIB Gießen

Es war eine schöne Schau, wir hatten viel Spaß und sogar Besuch nur für uns. Das Ergebnis war nicht ganz so wie erhofft. Weil Kira „abgehaart“ ist, reichte es bei ihrem ersten Auftritt in der Offenen Klasse trotz ausgezeichnetem Richterbericht „nur“ für ein SG („sehr geeignet“), obwohl sie phantastisch gelaufen ist und sich von ihrer besten Seite gezeigt hat. Die Ergebnisse sind halt immer auch subjektiv, weil jeder Zuchtrichter den Rassestandard ein bisschen anders interpretiert.

Gratulation an die Gewinner – vor allem an Nicola Roffalski, deren Pepper from the Fiery Crusaders (Z.: Rüdiger Rink) das BOS erreicht hat!

CACIB Gießen 2016

Übermorgen startet Kira zum ersten Mal in der Offenen Klasse auf einer Ausstellung des VDH. Das ist etwas ganz anderes als die Jugend- oder Zwischenklasse, wo ein junger Hund auch mal Blödsinn machen darf. Aber am 31. August ist unser fröhliches Mädchen zwei Jahre alt geworden – jetzt beginnt der Ernst des Lebens, und wir wollen ihn so entspannt wie möglich erleben.

Hundeausstellungen sind ja nicht nur Wettbewerbe – man trifft Bekannte und deren Hunde, hört zu, tauscht sich aus und lernt andere Menschen kennen, mit denen man eine Leidenschaft teilt: schöne und gesunde Hunde.

Unbestritten – es gibt Auswüchse in der Hundezucht, und die werden befeuert durch übersteigerte Vorstellungen davon, was typisch für diese oder jene Hunderasse sein solle. Trotzdem geht es den meisten Züchtern, die sich die Mühe machen, nach den Regeln eines Zuchtverbandes zu züchten, darum, gesunde und schöne Hunde hervorzubringen, die für diese Rasse typischen Eigenschaften und Fähigkeiten in besonderem Maße vertreten.

Was sehr theoretisch klingt, bedeutet für mich im Klartext: Ich möchte, dass Siberian Huskys of Kahnawake nicht nur schöne Hunde sind, die im Ausstellungsring überzeugen, sondern gesunde und leistungsfähige Schlittenhunde. Deshalb machen wir Zugsport. Und so bald es geht, soll Kira auch einen Leistungsnachweis erbringen. Für sie kein Problem, sie ist ein eifriges Mädchen – ich muss das organisatorisch auf die Reihe kriegen! 🙂