Ein Weihnachtswunder!

Siskos Lehrling war ein aufmerksamer Schüler. Alles ist fressbar, das meiste sogar verdaubar. Der Rülpe frisst alles gern und gern viel von allem. Umso verwunderlicher ist es, dass er heute ein kleines Extra erst unsicher durch’s Haus schleppte und schließlich unter der Decke auf dem Hundebett verbuddelte. Für schlechte Zeiten, oder besser für Zeiten, in denen ihm eingefallen wäre, was mit dem Extra zu tun ist.

Das corpus delicti war ein kleiner runder Scamorza aus regionalem Ziegenkäse. Schon als er unverhofft ein runtergefallenes Stück von Frauchens Frühstücksteller erbeutete, vermutete er eine Falle. Das Stück Käse blieb liegen bis der Althund vorbei patroullierte und es nebenbei fraß. Der zugeteilte Hundezoll hat ihn dann vollends überfordert. Erst als die kleine Kugel in mundgerechte Stückchen aufgeteilt war, hat er sich zögernd dazu entschlossen, runterzuschlucken. Dann dämmerte ihm aber, dass Scamorza nicht nur essbar ist, sondern auch noch gut schmeckt. Für diese Erkenntnis brauchte der Rülpe aber beispiellose 30 Minuten.

Wir wünschen allen Huskyfreunden noch eine schöne Nach-Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein gesundes (und hoffentlich schneereiches) 2018!

Soap Opera

Über die Buschtrommeln ist bekannt, dass Sammy gerne Tierdokumentationen schaut. Seine Familie wird von seinen TV Gewohnheiten so gut unterhalten, dass auch jenseits des Weißwurschtäquators viel Gesprächsstoff bei den Gassis vorhanden ist.

Sammys Bruder kommt dagegen ganz nach seinen Menschen. In dem Entwicklungsstadium, in dem Herrchen und Frauchen so hochgeistige Kulturbeiträge wie California Clan, Falconcrest und die Springfield Story verschlangen, steckt der Rülpe auch gerade. Sein Gift der Wahl ist The Crown bei Netflix. Gebannt sitzt er vor dem Fernseher und empört sich über Palastintrigen, Elizabeths und Philips Eheprobleme und die Suezkrise.1 Das Highlight seines heutigen Fernsehabends war zweifellos die Szene, in der Elizabeth einen kapitalen Hirsch geschossen hat. Da konnte er sich endlich ganz in die Königin einfühlen und schmatzte zufrieden. Natürlich hat er recht mit seiner Beurteilung: Wenn die alle häufiger draußen unterwegs wären anstatt in ihren dunklen Kämmerchen zu kungeln, würden sich viele Probleme sofort in Luft auflösen. Von Seifenopern lernen heißt für’s Leben lernen!

 

Schneenasen

Kann es wirklich sein, dass die Hessen für einen ereignislosen Sommer mit einem echten, richtigen Winter entschädigt werden? Der zweite Sonntag in Folge, an dem so richtiges Huskywetter ist. Es schneit noch immer ein bisschen bei uns im Tal, die Straßen sind kaum passierbar und fast jede Familie hat den Schlitten vom Dachboden geholt.

Der Rülpe und sein Althund waren den ganzen Nachmittag draußen und völlig aus dem Häuschen. Wie gut, dass schon Winterfell gewachsen ist, denn teilweise sah man die Hunde vor Schneetreiben gar nicht mehr. Nach ausgiebigen Spieleinheiten liegen sie jetzt zufrieden auf ihren Kissen und schnurcheln vor sich hin. So kann der Winter gern weitergehen!

War das anstrengend!

Während der Orangensud für einen flotten Samstagsabend-Kuchen eindickt, bleibt ein bisschen Zeit, um den Bilderfundus von letzter Woche zu plündern. Der Rülpe hatte so viel Spaß im Schnee am letzten Sonntag!

Gerade liegt er trotz bleierner Müdigkeit in der Küche und passt auf die Orangen und den Joghurt auf, der gleich zu Kuchen verarbeitet wird. Heute stand nämlich eine besonders herausfordernde Hundestunde an: Einmal durch den Weihnachtsmarkt und zurück. Das hat er zwar nicht mit der Gruppe zusammen geschafft – die alten Hasen sind einfach noch zu schnell für ihn unterwegs, wo er doch die Zeit zum Gucken und Verarbeiten so dringend braucht. Aber er ist mit seinem Herrchen parallel zur Hundeschulgruppe durch den Trubel marschiert, und das so reibungslos wie in den Testläufen mit Frauchen. Spätestens wenn der Kuchen im Rohr ist, kann er sich dann seinem verdienten Nickerchen hingeben. Morgen schneit es vielleicht…

Schneebilder

Die Wäsche bleibt dreckig, der Abwasch darf in Ruhe Intelligenz entwickeln und der liegengebliebene Papierkram kann eine weitere Staubschicht ansetzen. Das Rudel hat sich heute schneefrei genommen! Der schöne Tag ist jetzt leider vorbei, wurde aber standesgemäß mit einer Schneeballschlacht beendet. Ab Dienstag haben wir wieder 6° und Regen, von dem schönen Wetter muss Hessen lange zehren. Es folgen ein paar Schnappschüsse vom Spielgassi1 mit Herrchen und lustigem Huskytreiben im Garten.

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SCHNEEEEE!!!

Das Rudel sprang direkt nach dem Aufwachen nach draußen. Es schneit und es bleibt – noch – liegen! Die Huskies haben allerbeste Laune und werden ihren Tag im Schnee zubringen. Einen Vorgeschmack auf den Spaß, der auf uns wartet, gibt es im Beitragsbild. Rülpe und Althund nach einer Runde Fangenspielen und freundschaftlichem Raufen, nun endlich in artgerechtem Ambiente.

…it comes out as drama

Die profundste Erkenntnis des Internets lautet: „Some people don’t fart. They just hold it all in and it comes out as drama.“1 Der Rülpe ist klarerweise „some people“. Achtung, es wird etwas unappetitlich.

Wo fing das Elend an? Eigentlich gärte es schon seit Wochen in den Menschen. Die bunte Mischung aus Beteiligten, bestehend aus Herrchens „der Rülpe ist so dünn!“, Rülpes schwindsüchtiges „ICH LÖSE MICH JA SCHON AUF!!“, Althunds angewidertes „also diesen Dreck fress ich nicht!“, Gesprächen in der Hundeschule, Stöbern in Nature und Empfehlungen vom Tierarzt, kulminierte im Futterwechsel. Das Frauchen hatte sich gründlich informiert, denn von ihrer Überzeugung, dass die, die viel Sport treiben, auch was G’scheits zu Essen brauchen, wird sie nicht abrücken! Ein ganz bestimmtes Futter sollte es sein, getreidefrei für den Althund, mit einem etwas höheren Proteinanteil für den Rülpen. Ein kleiner Futterladen bot sich an, das gewünschte Futter zu organisieren.2 Am 29.11. wurde geliefert. Am 27.11. war das alte Futter alle.

Die Hunde waren ganz perplex vor Glück, endlich haben ihre Ränke Früchte getragen und das Frauchen kochte täglich frisch! Die Sonne schien, das Rudel lachte. Die Laune war so blendend, so dass einige Experimente mit Blick auf die nächsten Hundeschultermine höchst erfolgreich durchgeführt werden konnten.3  Das alles endete so schnell, wie es begann. Tags darauf war der Rülpe nicht mehr wieder zuerkennen. Die Regentropfen beim Gassi haben ihn aufgeregt, irgendwo raschelten Vögel – unverschämt! -, der Althund hat ihn aufgeregt, das Wetter war scheiße, das Frauchen war die böseste alte Hexe von allen bösen alten Hexen. Er fetzte sich mit dem Althund, mit sich selbst, mit dem Futtersack. Seine Laune war abgrundtief schlecht. Keinesfalls wollte er an der Leine gehen, seine Zeit als Galeerensklave war vorbei! Ausbrechen würde er und zwar sofort! Alle zusammenpferchen und Bombe drauf!

Und wie die Menschen dem Treiben hilflos zusahen, kamen nur ganz kleine Häufchen aus dem Rülpen raus. Der verdaute das Gekochte bestimmt komplett, war ja quasi Schonkost. Je kleiner die Häufchen wurden, desto höher schraubte sich das Rülpendrama. Einmal plumpste er sogar in die kalte Lahn, was kaum zur Abkühlung des Temperaments beitragen konnte. Heute Nacht, um kurz vor drei (mit Herrchen) und um kurz vor sechs (mit Frauchen) setzte der Rülpe mit genussvollem Seufzen jeweils das ab, was im Huskysprech „Gigantohaufen“ genannt wird. Das nächste Gassi lief dann wieder völlig entspannt an lockerer Leine und mit nicht mehr als einer abschätzig gezückten Augenbraue, als fremde Hunde mit viel Speck an uns vorbei marschierten.

Das neue Futter wird von der Mäkelliese gut vertragen und gern gefressen. Jetzt können wir durchatmen bis zum nächsten Drama. Babysteps.