Neue Schimpfwörter braucht das Land!

Dreckswetter ist ja schon irreführend. Dreck ist nämlich ein bisschen isolierend und eigentlich ganz heimelig. Mistwetter stimmt auch nicht, denn wie jeder Pferdehalter weiß: Mist ist warm! Scheißwetter. Naja. Auch da kennen wir alle die Temperatur, spätestens, wenn ein Malheur der vierbeinigen Freunde aufgesammelt werden muss. In diesem Zusammenhang darf auch nicht fehlen: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung“ Sowas erzählt sich der Hundehalter, um von Tagen wie heute abzulenken. Die gesammelte Outdoor Montur vom Frauchen ist pitschenass! Ob sie bis morgen – die Wettervorhersage verspricht nichts Gutes – wieder trocken ist, weiß der liebe Gott allein.

Gassi, die zweite. Die Jacke war vom ersten Gassi noch klamm, aber David Bowie sang was von Bezin ins Feuer schütten und alle waren gut gelaunt. Nach zehn Minuten, die Huskies waren noch nicht mal richtig auf dem Feldweg angekommen, spürte das Frauchen die rechte Backe nicht mehr. Eisiger Regen, der von einem übel launigen Wind von rechts auf sie einprasselte, hatte die obersten Hautschichten abgefräst.1 Nach 30min war die mehrschichtige, wasserabweisende Hose durchweicht. Die Handschuhe waren allein von den Leinen bereits tropfnass. Wie ihr Frauchen trottete der Althund immer missmutiger durch das Höllenwetter.2 Nur der Rülpe schritt wacker voran. In seinem Kopf lief wahrscheinlich ein spannender Film – mit ihm in der Hauptrolle, selbstverständlich -, wie er seine Weibchen, in den Fußstapfen des Ahnvaters Togo folgend, durch die unwirtliche Wildnis zum nächsten Feuer führt. Jack London hätte ihm ein Epos gewidmet!

Das Beitragsbild zeigt ihn mit ca. 12 Wochen, als noch niemand wusste, was für ein unerschütterlicher Leitwolf er mal wird. Es drückt aber sehr gut aus, was alle außer dem Rülpen im Kopf haben, wenn gleich das Abendgassi ansteht…

Geburtstagsrülpe

Herzlichen Glückwunsch an die A-Chens und die stolze Mutti! Mit viel Neid schauen die Menschen auf den Schnee unter Sammys Pfoten! Das Geburtstagswetter im Heimatort von Sammy war heute weniger einladend. Das Bild ist sogar bearbeitet, damit die Farben etwas besser zur Geltung kommen:

Jedenfalls hatte der Rülpe heute alle Gelegenheiten, sich farblich an seine schlammige Umgebung anzupassen. Er ist auch immer noch nicht sauber. Wie er jetzt sicher stolz einwerfen würde, geht dieser Umstand auf seine perfide, störrische Weigerung zurück, sich abtrocknen zu lassen. Das kann er leider nicht, weil er seinen Napf beäugt auf die kleine Chance hin, dass sich da drin nochmal ein Abendbrot materialisiert. Nie bekommt man in der Hütte genug Kalorien.

Daher nahm der Rülpe die Sache heute selber in die Hand ins Maul. Beim Gassi fand er eine – zweifelsohne von Pestratten – angenagte Zuckerrübe. Weder der Althund noch das Frauchen wollten was von der oberleckeren, angeschnuddelten Rübe ab. Es hat ihn schon irritiert, dass niemand Interesse an seinem Fund hatte. Aus schierem Trotz landeten dann doch bei erster Gelegenheit einige Rübenstückchen im Rülpen. Frauchen schickte die Hunde zur Seite, um Nordic Walkern1 auszuweichen, weshalb er sich mit der Beute in einem Drainagegraben versteckte2. Schmeckte nicht. Das hinderte ihn nicht, die Rübe fast das ganze Gassi über mitzuschleppen. Damit war er so beschäftigt, dass er ganz folgsam und artig an der Leine lief. Prima. Alle Kraft konnte gesammelt werden, um morgen in der Hundeschule wieder so richtig die Sau rauszulassen!

Herzlichen Glückwunsch!

Vor einem Jahr, in der Nacht vom 23. zum 24. November 2016, habe ich lange Stunden mit unserer Kira verbracht. Seit dem frühen Nachmittag hatte sie Wehen, wir saßen auf der Couch, und ich habe sie gestreichelt. Ich hielt mich genau an die Anweisung der Tierärztin in der Tierklinik, die gesagt hatte: „Machen Sie möglichst nichts! Bewahren Sie Ruhe und seien sie einfach für Ihre Hündin da! Sie weiß, was zu tun ist.“

Und so war es auch. Zwischen Mitternacht und frühen Morgenstunden kamen drei prächtige Welpen zur Welt, Wonneproppen, um die sich Kira sofort hingebungsvoll kümmerte.

Auch wenn drei Welpen ein recht kleiner Wurf sind, waren wir doch froh. Denn so konnten wir unsere ersten Babys trotz rein theoretischen Kenntnissen ohne übermäßigen Stress aufziehen und die vielen schönen Stunden mit den Bärchen genießen.

Antonius (Bubbles), Alban (Sammy) und Almudis (Nukka) hatten eine fröhlichen und wilde Welpenzeit, die sie sogar in Schnee und eis genießen konnen. papa Doby (Waterfall Velnio Malunas) kann stolz auf die Racker sein!

 

Alle drei haben liebevolle und sportliche Familien gefunden, zwei in der näheren Umgebung und einer im Schwarzwald. Bubbles‘ Abenteuer (berichtet vom Frauchen) kann man hier in Bubbles‘ Baby Blog verfolgen.

Es war eine wundervolle Erfahrung, und wir hoffen auf einen zweiten Wurf im kommenden Frühjahr oder Frühsommer – Näheres wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Schon fast ein Jahr mit den A-chens

Letztes Jahr um diese Zeit haben die Menschen hektisch die Kahnawake Homepage und die Mails aktualisiert, um bloß keine Entwicklung zu verpassen. Jeden Tag konnte es so weit sein! Die Welpen kommen bald auf die Welt! Drei Monate Ein Jahr später fiebert das Rudel dem ersten Hundegeburtstag entgegen. Der Rülpe ist derzeit sehr schmusig und regressiert phasenweise in Welpenverhalten zurück (zum Beispiel vergisst er oft, auf drei Beinen zu pieseln). Was liegt da näher, als in den gesammelten Fotoalben zu schwelgen?

Der tolle Hund

„Ach, was ist das für ein toller Hund!“ Das hört man mit dem Rülpen an der Leine häufig. Die Leute haben ja keine Ahnung, wie toll er ist. Sicher, denn sie sehen nur einen hübschen Rüden, nicht den hoch unterhaltsamen, frechen und pfiffigen Rülpen, den wir alle so gern haben. Was hat der Rülpe diese Woche alles tolles getrieben?

Die Woche fing gut an, denn Frauchen hatte mehrere Liter Fleischbrühe gekocht. Die ausgekochten Fleischknochen und das Suppengemüse gibt es für die Hunde, das hat der Althund vor ein paar Jahren so beschlossen. Das Beitragsbild zeigt den Rülpen in höchster Konzentration, wie er dem Frauchen beim Kleinschneiden der Beinscheibe auf die Finger schaut. Bis es zu dieser Szene kam, hatte er schon mehrfach versucht, die Menschen zum Aufstehen zu bewegen. Einmal vor Sonnenaufgang, später nochmal als es schon hell grau war. Nachdem er die Menschen in die Vertikale bekommen hatte, lief er aufgeregt wedelnd zur Treppe, wartete ungeduldig auf die Zweibeiner und miepte aufmunternd. So ging es im Lassimodus weiter, denn Timmy war in den Brunnen gefallen die Beinscheibe war ausgekühlt und fressbar. Er machte sein Ansinnen dann auch unmissverständlich klar, indem er stocksteif vor dem Topf mit den Suppenzutaten sitzen blieb. Man kann also zuversichtlich sein, dass der Rülpe mal Hilfe holt, sollte den Menschen was passieren und sie eine Beinscheibe um den Hals hängen haben. Wie beruhigend!

Heute war der Rülpe wieder toll, nämlich beim Training. Es galt, ein bisschen an der Kondition zu arbeiten, ein Fahrtenspiel und etwas Bergtraining waren angedacht. Die gute Nachricht zuerst: Den Rülpen muss man bergauf nicht antreiben. Er stürzt die Hänge hoch, so schnell er kann, und zieht wie ein Weltmeister. Die schlechte Nachricht: Der Mensch muss da auch hinterher kommen. Das Frauchen kam so unerwartet zu mehreren hochintensiven Intervalleinheiten, was ja auch nicht verkehrt ist. Tempowechsel klappen von Mal zu Mal besser, die Lerngeschwindigkeit des Rülpen ist faszinierend. Ganz nebenbei wurde die Wochenaufgabe aus der Hundeschule gemacht, die darauf abzielte, die Rollen im Team klar zu verteilen. Der Rülpe kann – wenn er ansprechbar ist – sehr dankbar seinen Platz auch draußen einnehmen.1 Heute war er ansprechbar und hat sich lehrbuchmäßig entspannt, nachdem Frauchen ihm verklickert hatte, dass sie sich um das verdächtige Rascheln im Gebüsch kümmert.

Der Rülpe hat zudem ein tolles, großzügiges Wesen. Weil er so viel Spaß im Wald hatte, musste er den mit der halben Stadt teilen! Die Verkehrsinsel auf dem Heimweg ist üppig mit Wildkräutern bepflanzt, die jetzt im November vertrocknet sind und lustig knistern. Zum Amüsement der versammelten Autofahrer räkelte er sich mehrere Ampelphasen lang vergnügt über die Verkehrsinsel. Noch zuhause musste Frauchen Ähren von seinen Ohren pflücken. Wie kann man so einem Hund widerstehen?

 

 

Nie wieder einen intelligenten Hund!

[Frauchen seufzt entnervt]

Es ist so. Der Rülpe mag die Fellpuschen, nein, er liebt die Fellpuschen, mit jeder Faser. Er möchte direkt eins werden mit den Fellpuschen, weshalb er sie klaut und zu fressen versucht. Keine anderen Schuhe interessieren ihn, er will nur Fellpuschen, genauer Frauchens Fellpuschen.1

Nun ist folgendes passiert. Beim Aufräumen fand Frauchen den Witwer des letzten Paares Fellpuschen, das dem niedlichen Welpen zum Opfer gefallen war. Da wollte sie Zugeständnisse machen, ich geb dir das Elsass, du lässt mein Ruhrgebiet in Ruhe. Ungefähr so. Am Wochenende sind nämlich neue Fellpuschen eingezogen, noble Fellpuschen mit Design und besonderer Molligkeit. Bei dem nasskalten Wetter sind sie höchst willkommen und Frauchen wird es auf Dauer nicht durchhalten, sie zu verstecken und sicher wiederzufinden. Gleich am ersten Tag wurde der Linke in die Höhle des Rülpen verschleppt. Es musste also was passieren, Frauchen war bereit, das Elsass aufzugeben.

Und was ist passiert? Nichts ist passiert. Den Rülpen kann man nicht überlisten. Was will er mit einem alten Fellpuschen? Wo ist der Spaß darin, etwas zu zerstören, was man zerstören darf? Der Hausschuh liegt unberührt im Körbchen. Der Rülpe hingegen liegt gespannt vor dem Sessel auf der Lauer und wartet darauf, dass Frauchen die Füße hoch legt…

Appetit holen

So sollte jedes Wochenende laufen. Erst kauft man bei einem hervorragenden Käsehändler einen Haufen Käse, nimmt beim Gemüsestand noch ein paar Äpfel aus dem Alten Land mit, setzt sich dann mit dem Picknick neben eine Rennstrecke und guckt schwer arbeitenden Mushern zu.

Letztendlich waren das Frauchen und ihre Freundin schlau genug, den guten Stinkekäse nicht inmitten von aufgeregten Nordischen auszupacken.1 Appetitanregend war das Senner Schlittenhunderennen (Bielefeld) trotzdem. Nicht nur konnte das Frauchen mit glänzenden Augen die ganzen Teams, ihren Fuhrpark und den Rennablauf bewundern, nein, Uwe Radant hatte einen Stand aufgebaut. Wie gut, dass das Bargeld in der Börse limitiert war. Sooo viele unverzichtbare Gadgets für den Hundesportler! In modischen Farben und nach Größen sortiert. Seit Samstag laufen der Bubs und sein Frauchen vollständig in Weltmeistermontur – und wie der läuft! Die ersten kleinen Ausflüge mit dem neuen Bauchgurt haben so richtig Spaß gemacht. Er wird immer kommandofester und achtsamer. Sogar die Etappen am Berg, für die man sich auf einer Mudderstrecke nicht schämen müsste, manövriert er souverän. Jetzt heißt es für das Team, einigermaßen gesund durch den Winter zu kommen, üppig zu essen und fleißig zu trainieren, um dann im April beim Vulcanicross an den Start gehen zu können.